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Leda vor dem Ei

Ende 5. Jh. v. Chr.

Die Hauptseite des Weinmischgefäßes zeigt links, mit Mantel und Szepter, Tyndareos, den König von Sparta. Neben ihm steht dessen Gemahlin Leda. Sie trägt einen Peplos (ein langes Frauengewand) mit übergürtetem Überschlag und Zackendiadem und blickt mit ausgestreckten Armen erstaunt auf das auf einem Altar liegende große Ei – das Ergebnis des Besuches des Göttervaters Zeus, der sich in Gestalt eines Schwanes Leda genähert und sie geschwängert hatte. Aus dem Ei wird Helena schlüpfen, die schönste Frau der klassische Antike; der Streit um sie wird schließlich zum Ausbruch des Trojanischen Krieges führen. Hinter dem Altar ist ein gegabelter Lorbeerstamm zu sehen. Am rechten Bildrand stehen, zu beiden Seiten einer dorischen Säule, die Zwillinge Kastor und Polydeukes (die Dioskuren), die Brüder (oder, je nach Überlieferung, Halbbrüder) der Leda. Ihre Bekleidung besteht aus einer Chlamys (einem schräg getragenen Kurzmantel), hohen Schuhen und einem breitkrempigen Reisehut, der dem vorderen der beiden in den Nacken hängt. Mit der Rechten stützen sich die Dioskuren auf Lanzen. Auf der Nebenseite sind drei Manteljünglinge mit weißen Haarbinden dargestellt.

Eine Besonderheit zeigt auch die Unterseite: In sie ist die Inschrift eines Händlers eingeritzt: Sie enthält eine Liste (eine Kundenbestellung?) von verschiedenen Gefäßen mit ihren Preisen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Hauptseite des Weinmischgefäßes zeigt links, mit Mantel und Szepter, Tyndareos, den König von Sparta. Neben ihm steht dessen Gemahlin Leda. Sie trägt einen Peplos (ein langes Frauengewand) mit übergürtetem Überschlag und Zackendiadem und blickt mit ausgestreckten Armen erstaunt auf das auf einem Altar liegende große Ei – das Ergebnis des Besuches des Göttervaters Zeus, der sich in Gestalt eines Schwanes Leda genähert und sie geschwängert hatte. Aus dem Ei wird Helena schlüpfen, die schönste Frau der klassische Antike; der Streit um sie wird schließlich zum Ausbruch des Trojanischen Krieges führen. Hinter dem Altar ist ein gegabelter Lorbeerstamm zu sehen. Am rechten Bildrand stehen, zu beiden Seiten einer dorischen Säule, die Zwillinge Kastor und Polydeukes (die Dioskuren), die Brüder (oder, je nach Überlieferung, Halbbrüder) der Leda. Ihre Bekleidung besteht aus einer Chlamys (einem schräg getragenen Kurzmantel), hohen Schuhen und einem breitkrempigen Reisehut, der dem vorderen der beiden in den Nacken hängt. Mit der Rechten stützen sich die Dioskuren auf Lanzen. Auf der Nebenseite sind drei Manteljünglinge mit weißen Haarbinden dargestellt.

Eine Besonderheit zeigt auch die Unterseite: In sie ist die Inschrift eines Händlers eingeritzt: Sie enthält eine Liste (eine Kundenbestellung?) von verschiedenen Gefäßen mit ihren Preisen.

 

 

 

 

 

 

 

Time:
Ende 5. Jh. v. Chr.

Object Name
Glockenkrater

Culture
Griechisch

Location of discovery:
Unbekannt

Material/technology:
Ton

Dimensions:
31,5 cm, 4.302 g, 34,2 cm

Inscribed
Κρατε̄ρες : 6 : τιμε̄ : (4 Drachmen)
Βαθεα : 20 : τιμε̄ : (1 Drachme, 1 Obolos)
Οξιδες : 10

Kratēres : 6 : timé : 4 Drachmen
Bathéa : 20 : timé : 1 Drachme, 1 Obolos
Oxides: 10

Übersetzung:6 Kratere (Mischgefäße) zum (Gesamt-)Preis von 4 Drachmen
20 bathéa (tiefe Schälchen? griechisch: bathýs = tief) zum (Gesamt-)Preis von 1 Drachme, 1 Obolos
10 oxídes (Essigschälchen? griechisch: oxýs = sauer)

Zwei übereinanderliegende kleine Ringe dienen als Worttrenner

Copyright
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung

Invs.
Antikensammlung, IV 869

Provenance
Lamberg-Sprinzenstein, Graf, Anton von, Wien; 1815 Kauf

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