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Leda vor dem Ei

DieHauptseite des Weinmischgefäßes zeigt links, mit Mantel und Szepter, Tyndareos,den König von Sparta. Neben ihm steht dessen Gemahlin Leda. Sie trägt einenPeplos (ein langes Frauengewand) mit übergürtetem Überschlag und Zackendiademund blickt mit ausgestreckten Armen erstaunt auf das auf einem Altar liegendegroße Ei – das Ergebnis des Besuches des Göttervaters Zeus, der sich in Gestalteines Schwanes Leda genähert und sie geschwängert hatte. Aus dem Ei wird Helenaschlüpfen, die schönste Frau der klassische Antike; der Streit um sie wirdschließlich zum Ausbruch des Trojanischen Krieges führen. Hinter dem Altar istein gegabelter Lorbeerstamm zu sehen. Am rechten Bildrand stehen, zu beidenSeiten einer dorischen Säule, die Zwillinge Kastor und Polydeukes (dieDioskuren), die Brüder (oder, je nach Überlieferung, Halbbrüder) der Leda. IhreBekleidung besteht aus einer Chlamys (einem schräg getragenen Kurzmantel),hohen Schuhen und einem breitkrempigen Reisehut, der dem vorderen der beiden inden Nacken hängt. Mit der Rechten stützen sich die Dioskuren auf Lanzen. Aufder Nebenseite sind drei Manteljünglinge mit weißen Haarbinden dargestellt.

EineBesonderheit zeigt auch die Unterseite: In sie ist die Inschrift eines Händlerseingeritzt: Sie enthält eine Liste (eine Kundenbestellung?) von verschiedenenGefäßen und deren Preise.

 

 

 

 

 

 

Titel:
Leda vor dem Ei

Zeit:
Ende 5. Jh. v. Chr.

Objektbezeichnung:
Glockenkrater

Kultur:
Griechisch

Fundort:
Unbekannt

Material/Technik:
Ton

Maße:
31,5 cm, 4.302 g, 34,2 cm

Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.:
Antikensammlung, IV 869

Provenienz:
Lamberg-Sprinzenstein, Graf, Anton von, Wien; 1815 Kauf