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Nasalhelm
Mitte 11.-12. Jahrhundert
Nasalhelme sind konisch geformte Helme mit feststehendem Naseneisen. Sie waren die dominierende Helmform des Hochmittelalters, insbesondere im 12. Jahrhundert. Gemeinsam mit dem großen, mandelförmigen Schild und dem knielangen Ringpanzerhemd bildete der Nasalhelm einen der zentralen Bestandteile der kriegerischen Schutzbewaffnung jener Zeit.
Der Krieger trug den Helm über der gepolsterten Kapuze des Ringpanzers. Um das Gesicht besser zu schützen, konnte er vermutlich die Kapuze aus Ringgeflecht in einen kleinen Haken am Ende des Naseneisens des Helms einhängen. Ein Häkchen dieser Art ist bei diesem Helm noch gut erkennbar.
Nasalhelme konnten wie der Spangenhelm des früheren Mittelalters (vgl. Nr. 1) aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. Die meisten jedoch sind aus einem Stück Eisen gefertigt und weisen damit auf eine Verfeinerung der Schmiedetechnik hin. Gegen Hiebe von oben bot der Helm guten Schutz und schränkte Sicht und Atmung kaum ein. Für den damals ebenfalls aufkommenden berittenen Kampf mit angelegter Lanze musste das Gesicht jedoch durch den Schild gedeckt werden, da der Helm dagegen keinen Schutz bot. Im Lauf des 12. Jahrhunderts führte dann der Wunsch nach verstärktem Schutz des Gesichtes zu einer zunehmenden Verbreiterung des Naseneisens und dies schließlich zur Ausformung des sogenannten Topfhelmes in den Jahren um 1200.
Dieser Nasalhelm wurde 1864 bei Bauarbeiten im Hof der Dompropstei von Olmütz gefunden. Die Fundumstände sind im Detail nicht dokumentiert, doch kam er, so eine zeitnahe Fundbeschreibung, in einer insgesamt etwa 4 Meter tiefen Baugrube zutage, gemeinsam mit Tierknochen, Kohle, Leder, Haselnüssen, Hirse und weiteren Pflanzenresten. Der Helm gelangte noch im Jahr der Entdeckung als »Geschenk des Herrn Prof. Hochstetter« an die kaiserliche Sammlung nach Wien. Neben dem Wiener Exemplar hat sich eine Reihe weiterer Nasalhelme erhalten, so etwa in Lednogóra (Polen), Augsburg, Mainz sowie im Národní muzeum in Prag.

Nasalhelme sind konisch geformte Helme mit feststehendem Naseneisen. Sie waren die dominierende Helmform des Hochmittelalters, insbesondere im 12. Jahrhundert. Gemeinsam mit dem großen, mandelförmigen Schild und dem knielangen Ringpanzerhemd bildete der Nasalhelm einen der zentralen Bestandteile der kriegerischen Schutzbewaffnung jener Zeit.
Der Krieger trug den Helm über der gepolsterten Kapuze des Ringpanzers. Um das Gesicht besser zu schützen, konnte er vermutlich die Kapuze aus Ringgeflecht in einen kleinen Haken am Ende des Naseneisens des Helms einhängen. Ein Häkchen dieser Art ist bei diesem Helm noch gut erkennbar.
Nasalhelme konnten wie der Spangenhelm des früheren Mittelalters (vgl. Nr. 1) aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. Die meisten jedoch sind aus einem Stück Eisen gefertigt und weisen damit auf eine Verfeinerung der Schmiedetechnik hin. Gegen Hiebe von oben bot der Helm guten Schutz und schränkte Sicht und Atmung kaum ein. Für den damals ebenfalls aufkommenden berittenen Kampf mit angelegter Lanze musste das Gesicht jedoch durch den Schild gedeckt werden, da der Helm dagegen keinen Schutz bot. Im Lauf des 12. Jahrhunderts führte dann der Wunsch nach verstärktem Schutz des Gesichtes zu einer zunehmenden Verbreiterung des Naseneisens und dies schließlich zur Ausformung des sogenannten Topfhelmes in den Jahren um 1200.
Dieser Nasalhelm wurde 1864 bei Bauarbeiten im Hof der Dompropstei von Olmütz gefunden. Die Fundumstände sind im Detail nicht dokumentiert, doch kam er, so eine zeitnahe Fundbeschreibung, in einer insgesamt etwa 4 Meter tiefen Baugrube zutage, gemeinsam mit Tierknochen, Kohle, Leder, Haselnüssen, Hirse und weiteren Pflanzenresten. Der Helm gelangte noch im Jahr der Entdeckung als »Geschenk des Herrn Prof. Hochstetter« an die kaiserliche Sammlung nach Wien. Neben dem Wiener Exemplar hat sich eine Reihe weiterer Nasalhelme erhalten, so etwa in Lednogóra (Polen), Augsburg, Mainz sowie im Národní muzeum in Prag.
Zeit:
Mitte 11.-12. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Nasalhelm
Kultur
Mitteleuropa
Material/Technik:
Eisen, geschmiedet, getrieben.
Maße:
H 26,2 cm × B 19 cm × T 22,3 cm
Gewicht: 1,3 kg
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 41
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