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Capacete
um 1490 | Ferdinand II. (1474-1516), ab 1479 König von Aragon, 1474-1504, ab 1506 als Ferdinand V. König von
Die Bezeichnung Capacete kommt vom spanischen Wort cabeza, der Kopf. Sie benennt eine spanische Variante des Eisenhutes, eine im späteren Mittelalter in Europa weit verbreitete Helmform. Die Merkmale der Capacete sind ihre zu den Seiten hin abfallende Krempe und der markante Scheitelgrat sowie ihre elegant geschwungene Gesamtform.
Diese Capacete zeigt seitlich an der Helmglocke drei eingeschlagene Schmiedemarken (Halbsonnen). Diese und ähnliche Marken werden traditionell mit der spanischen Stadt Calatayud südwestlich von Saragossa in Verbindung gebracht. Zwar lässt sich diese konkrete Zuordnung nicht belegen, doch verweist zumindest der Dekor der Zierbänder auf eine Herkunft des Helmes aus Spanien.
Der Helm wurde bis ins 20. Jahrhundert ohne Zuschreibung an einen bestimmten Besitzer geführt. Die Dekoration des Helmes legt jedoch die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um ein Stück aus dem Besitz Ferdinands II. des Katholischen handelt. Sie nimmt in ihrer Ausstattung Bezug auf die Eroberung von Granada, die Ferdinand 1492 gelungen war.
Auf der plastisch ausgetriebenen, leicht nach hinten geneigten Spitze des Helms sitzt ein kleines vergoldetes Kreuz. Das schmale Stirnband aus vergoldetem Kupfer enthält die gravierte Inschrift »in hoc signo vincit« (»in diesem Zeichen siegt er«), wobei abstrahierte Blätter die einzelnen Buchstaben voneinander trennen. Der Zierstreifen am Rand der Krempen zeigt nur Blattranken. Über diesen Bändern sind an Stirn und Nacken gekrönte Kartuschen mit dem Wappen von Granada angebracht. Die Kartusche vorne am Stirnband trägt zusätzlich ein heute unvollständiges Kreuz. Am Nacken findet sich nur am Krempenband eine Wappenkartusche (am Stirnband ist rückseitig eine spätere, nicht zugehörige Federhülse montiert).







Die Bezeichnung Capacete kommt vom spanischen Wort cabeza, der Kopf. Sie benennt eine spanische Variante des Eisenhutes, eine im späteren Mittelalter in Europa weit verbreitete Helmform. Die Merkmale der Capacete sind ihre zu den Seiten hin abfallende Krempe und der markante Scheitelgrat sowie ihre elegant geschwungene Gesamtform.
Diese Capacete zeigt seitlich an der Helmglocke drei eingeschlagene Schmiedemarken (Halbsonnen). Diese und ähnliche Marken werden traditionell mit der spanischen Stadt Calatayud südwestlich von Saragossa in Verbindung gebracht. Zwar lässt sich diese konkrete Zuordnung nicht belegen, doch verweist zumindest der Dekor der Zierbänder auf eine Herkunft des Helmes aus Spanien.
Der Helm wurde bis ins 20. Jahrhundert ohne Zuschreibung an einen bestimmten Besitzer geführt. Die Dekoration des Helmes legt jedoch die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um ein Stück aus dem Besitz Ferdinands II. des Katholischen handelt. Sie nimmt in ihrer Ausstattung Bezug auf die Eroberung von Granada, die Ferdinand 1492 gelungen war.
Auf der plastisch ausgetriebenen, leicht nach hinten geneigten Spitze des Helms sitzt ein kleines vergoldetes Kreuz. Das schmale Stirnband aus vergoldetem Kupfer enthält die gravierte Inschrift »in hoc signo vincit« (»in diesem Zeichen siegt er«), wobei abstrahierte Blätter die einzelnen Buchstaben voneinander trennen. Der Zierstreifen am Rand der Krempen zeigt nur Blattranken. Über diesen Bändern sind an Stirn und Nacken gekrönte Kartuschen mit dem Wappen von Granada angebracht. Die Kartusche vorne am Stirnband trägt zusätzlich ein heute unvollständiges Kreuz. Am Nacken findet sich nur am Krempenband eine Wappenkartusche (am Stirnband ist rückseitig eine spätere, nicht zugehörige Federhülse montiert).
Zeit:
um 1490
Objektbezeichnung
Capacete
Kultur
Spanisch
Material/Technik:
Eisen, geschmiedet, getrieben. Dekorband.: Kupfer, feuervergoldet, teilweise graviert. Nietkappen, Kreuz: Messing. Wappen: Kupfer gegossen, feuervergoldet.
Maße:
H 27,5 cm x B 25 cm x T 32,5 cm
Beschriftung
"in hoc signo vincit"
Stempel / Zeichen
unbekanntes Plattnerzeichen: 3 mal roh eingeschlagen (gestürzter Halbreis mit drei Strahlen)
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 645
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