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Versuch über das Kostüm der vorzüglichsten Völker des Alterthums, des Mittelalters und der neuern Zeiten

1796 - 1837 | Robert von Spalart

Hinter dem schlichten, fast bescheiden klingenden Titel verbirgt sich eine enzyklopädische Abhandlung zur Kulturgeschichte Europas und der außereuropäischen Völker. Beinahe 700 handkolorierte Kupfertafeln illustrieren den Begriff des "Kostüms" von der Antike bis in die neueste Zeit - also das frühe 19. Jahrhundert. In Bild und Text wird nicht nur die Kleidung einer Epoche dargestellt und erklärt, sei diese nun höfisch, bürgerlich, volkstümlich oder bestimmten anderen Vorschriften unterworfen, sondern es wird auch auf Körperbedeckungen jedweder Art (wie z. B. Tätowierungen) Bezug genommen. So zeigt eine der Abbildungen, die hier neben dem Titelblatt sowie der Szene mit einem ägyptischen Streitwagen und zwei Kämpfende wiedergegeben wird, "Ein Picte, ein Pictisches Weib und ein pictisches Mädchen: Die Picten gingen ganz nackt [...] ihren ganzen Leib bemalten sie sich mit Bildern von Tieren und Gestirnen, und die Füsse mit Abbildungen von Muscheln [...]."

Die Texte beschreiben territoriale und regionale Lebensumstände, Sitten, Gebräuche, historische Ereignisse, Festivitäten, zum Alltagsleben gehörende Gegenstände, Waffen, Kultgegenstände, Turnierausrüstungen (Harnische) und vieles andere mehr. Um einen Gesamteindruck von der jeweiligen Epoche zu vermitteln, werden die Einzelbände durch einen "Bildatlas" ergänzt, der mit einer allgemeinen "Kleidungskarte der Weltbewohner" beginnt und u. a. die signifikantesten Bauwerke der Welt vorstellt.

Die Anregung zu dieser groß angelegten Kulturgeschichte gab der Wiener Zeichner und Kupferstecher Ignatz Albrecht (Alberti), der das Unternehmen finanzierte und die Kupfer in seiner Offizin stechen und kolorieren ließ. Nach dem Tode des Wiener Kunsthistorikers Spalart führte sein Mitarbeiter Jakob Kaiserer das Werk zu Ende. Beeindruckend sind die durchgehend hohe Qualität der Kupferstiche, die Darstellung und Frische des Kolorits sowie die umfassende Betrachtungsweise der Autoren, die auch Gerichtsbarkeit, Gartenbau, Speisen und Tafelsitten einbeziehen und so ein lebendiges, manchmal äußerst amüsantes Bild des kulturellen Lebens "aller Zeiten und Völker" zu vermitteln wissen. (B. K.-E.)

Hinter dem schlichten, fast bescheiden klingenden Titel verbirgt sich eine enzyklopädische Abhandlung zur Kulturgeschichte Europas und der außereuropäischen Völker. Beinahe 700 handkolorierte Kupfertafeln illustrieren den Begriff des "Kostüms" von der Antike bis in die neueste Zeit - also das frühe 19. Jahrhundert. In Bild und Text wird nicht nur die Kleidung einer Epoche dargestellt und erklärt, sei diese nun höfisch, bürgerlich, volkstümlich oder bestimmten anderen Vorschriften unterworfen, sondern es wird auch auf Körperbedeckungen jedweder Art (wie z. B. Tätowierungen) Bezug genommen. So zeigt eine der Abbildungen, die hier neben dem Titelblatt sowie der Szene mit einem ägyptischen Streitwagen und zwei Kämpfende wiedergegeben wird, "Ein Picte, ein Pictisches Weib und ein pictisches Mädchen: Die Picten gingen ganz nackt [...] ihren ganzen Leib bemalten sie sich mit Bildern von Tieren und Gestirnen, und die Füsse mit Abbildungen von Muscheln [...]."

Die Texte beschreiben territoriale und regionale Lebensumstände, Sitten, Gebräuche, historische Ereignisse, Festivitäten, zum Alltagsleben gehörende Gegenstände, Waffen, Kultgegenstände, Turnierausrüstungen (Harnische) und vieles andere mehr. Um einen Gesamteindruck von der jeweiligen Epoche zu vermitteln, werden die Einzelbände durch einen "Bildatlas" ergänzt, der mit einer allgemeinen "Kleidungskarte der Weltbewohner" beginnt und u. a. die signifikantesten Bauwerke der Welt vorstellt.

Die Anregung zu dieser groß angelegten Kulturgeschichte gab der Wiener Zeichner und Kupferstecher Ignatz Albrecht (Alberti), der das Unternehmen finanzierte und die Kupfer in seiner Offizin stechen und kolorieren ließ. Nach dem Tode des Wiener Kunsthistorikers Spalart führte sein Mitarbeiter Jakob Kaiserer das Werk zu Ende. Beeindruckend sind die durchgehend hohe Qualität der Kupferstiche, die Darstellung und Frische des Kolorits sowie die umfassende Betrachtungsweise der Autoren, die auch Gerichtsbarkeit, Gartenbau, Speisen und Tafelsitten einbeziehen und so ein lebendiges, manchmal äußerst amüsantes Bild des kulturellen Lebens "aller Zeiten und Völker" zu vermitteln wissen. (B. K.-E.)

Herausgeber/in:
Ignaz Albrecht (1760 Wien - 1794 Wien) DNB

Zeit:
1796 - 1837

Objektbezeichnung
Buch

Kultur
Wien

Material/Technik:
Kupferdruck, handkoloriert, Papier, Ledereinband

Maße:
Bände: 21,2 × 13,3 × 3 cm
Atlas: 22,7 × 36,3 × 5,1 cm

Signatur
92.209

Stempel / Zeichen
Ex Libris:
Ex Bibliotheca Joh. Carl. Died. Hebich.

Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Bibliothek

Inv. Nr.
Bibliothek, 92209

Provenienz
2001 aus dem deutschen Kunsthandel angekauft