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Zwei nackte Epheben
Ende 6. Jh. v. Chr.
Die lebhafte Szene zweier laufender Jünglinge (Epheben) wurde gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. in einer griechischen Töpferwerkstatt auf einen kleinen Becher gemalt. Die dargestellte Szene weist in die für die Antike so wichtige Welt der Athleten und sportlichen Wettkämpfe (Agone). Es könnte ein Training auf dem Ringplatz (Palästra) dargestellt sein – dieses fand üblicherweise nackt in den antiken Gymnasien (altgriechisch gymnós, γυμνός, „nackt“) statt, Stätten der körperlichen und intellektuellen Ausbildung. Die Bedeutung der Gegenstände in den Händen der Jünglinge ist unklar, es scheint sich um einen (Wein-)Schlauch und einen Korb zu handeln, dessen einst gemalte Henkel heute nicht mehr sichtbar sind.Über die frühesten Besitzer des Bechers und über seine Verwendung im Alltag oder als Grabbeigabe ist nichts Näheres bekannt. Aufgrund stilistischer Kriterien konnte der Becher jedoch einem Maler zugeschrieben werden, von dem etwa 150 Werke aus der frühen griechischen Klassik des späten 6. und frühen 5. Jahrhunderts v. Chr. erhalten sind.

Die lebhafte Szene zweier laufender Jünglinge (Epheben) wurde gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. in einer griechischen Töpferwerkstatt auf einen kleinen Becher gemalt. Die dargestellte Szene weist in die für die Antike so wichtige Welt der Athleten und sportlichen Wettkämpfe (Agone). Es könnte ein Training auf dem Ringplatz (Palästra) dargestellt sein – dieses fand üblicherweise nackt in den antiken Gymnasien (altgriechisch gymnós, γυμνός, „nackt“) statt, Stätten der körperlichen und intellektuellen Ausbildung. Die Bedeutung der Gegenstände in den Händen der Jünglinge ist unklar, es scheint sich um einen (Wein-)Schlauch und einen Korb zu handeln, dessen einst gemalte Henkel heute nicht mehr sichtbar sind.Über die frühesten Besitzer des Bechers und über seine Verwendung im Alltag oder als Grabbeigabe ist nichts Näheres bekannt. Aufgrund stilistischer Kriterien konnte der Becher jedoch einem Maler zugeschrieben werden, von dem etwa 150 Werke aus der frühen griechischen Klassik des späten 6. und frühen 5. Jahrhunderts v. Chr. erhalten sind.
Zeit:
Ende 6. Jh. v. Chr.
Objektbezeichnung
Becher
Kultur
Griechisch
Material/Technik:
Ton
Maße:
9,2 cm × 12,5 cm × 10,5 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, IV 4712
Provenienz
Sammlung Pollak, Albert, Generaldirektor, Wien; 1938 enteignet, 1941 Übernahme aus dem Institut für Denkmalpflege, Wien (Inv.-Nr. IV 3448); 1948 restituiert, 1951 zurück übernommen; 2001 sprach der Beirat eine Rückgabeempfehlung aus, 2022 formal restituiert, zurückgekauft und neu inventarisiert.
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