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Jüngling mit Stock
480 - 470 v. Chr.
Im antiken Griechenland wurden bei Weingelagen und anderen festlichen Anlässen flache Schalen als Trinkgefäße verwendet. An den beiden waagrechten Henkeln konnte man sie an der Wand aufhängen. So kamen auch die Bilder auf der Außenseite zur Geltung, während der Zecher sich an der Darstellung im Gefäßinneren erfreuen konnte. Diese zeigt auf unserer Schale (der Fuß fehlt heute) einen nach rechts gewandten Jüngling, der in der linken Hand einen knorpeligen Stock hält. Ein Mantel hängt ihm lose über die Schultern, das Haar ist mit einer Binde geschmückt. Rechts oben ist die griechische Beischrift „Lysis“ in rotem Malton (die Farben des Gefäßes entstanden durch verschiedene, vor dem Brand aufgetragene Arten von Tonschlicker) zu lesen: Mit diesen so genannten Kalos-Inschriften (von griechisch kalós = schön) wurde auf gefeierte Jünglinge der Athener Adelsgesellschaft angespielt.




Im antiken Griechenland wurden bei Weingelagen und anderen festlichen Anlässen flache Schalen als Trinkgefäße verwendet. An den beiden waagrechten Henkeln konnte man sie an der Wand aufhängen. So kamen auch die Bilder auf der Außenseite zur Geltung, während der Zecher sich an der Darstellung im Gefäßinneren erfreuen konnte. Diese zeigt auf unserer Schale (der Fuß fehlt heute) einen nach rechts gewandten Jüngling, der in der linken Hand einen knorpeligen Stock hält. Ein Mantel hängt ihm lose über die Schultern, das Haar ist mit einer Binde geschmückt. Rechts oben ist die griechische Beischrift „Lysis“ in rotem Malton (die Farben des Gefäßes entstanden durch verschiedene, vor dem Brand aufgetragene Arten von Tonschlicker) zu lesen: Mit diesen so genannten Kalos-Inschriften (von griechisch kalós = schön) wurde auf gefeierte Jünglinge der Athener Adelsgesellschaft angespielt.
Zeit:
480 - 470 v. Chr.
Objektbezeichnung
Schale
Kultur
Griechisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Ton
Maße:
Dm. 23,4 cm, 426 g
Dm. (Innenbild): 14,3 cm
Beschriftung
Λύσις [καλός]
(Lysis [kalós]: Lysis [ist schön])
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, IV 212
Provenienz
France, Joseph A. de, Wien; 1808 Kauf von Baronin K. von Hess
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