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Prozessionskreuz
10. Jh.
Das Bronzekreuz ist an beiden Seiten mit gravierten Darstellungen und griechischen Beischriften versehen. Auf der einen Seite ist in der Mitte Christus am Kreuz dargestellt. Über dem Nimbus befindet sich eine Tafel (tabula ansata) mit der Kurzform des Namens Jesu. Zur Rechten Christi steht Maria, zu seiner Linken Johannes. Oberhalb des Kreuzes sind die Symbole für Sonne und Mond wiedergegeben. Auf der oberen Kreisscheibe sieht man das Brustbild Johannis des Täufers, auf der rechten die Halbfigur des Erzengels Gabriel. Auf der (fehlenden) linken Kreisscheibe war der Beischrift zufolge das Bild des Erzengels Michael eingraviert. Unterhalb des Kreuzes sind die Worte Christi aus dem Johannesevangelium zu lesen: "Siehe, das ist dein Sohn - siehe, das ist deine Mutter!" Die andere Seite des Bronzekreuzes zeigt in der Mitte Maria mit Paulus zur Rechten und Petrus zur Linken. Auf den erhaltenen Kreisscheiben sind die Evangelisten Matthäus und Lukas zu sehen, auf den verlorenen befanden sich Bilder von Johannes und Markus. Die Inschrift oberhalb Marias enthält die Worte "Mutter Gottes" und die Bitte: "Gottesgebärerin hilf!" Seit dem 3. Ökumenischen Konzil von Ephesos im Jahr 431 gilt Maria offiziell als Gottesgebärerin (Theotokos). In der neuesten Literatur wird das Kreuz in die 1. Hälfte des 11. Jhs. datiert.
(M. Laubenberger)




Das Bronzekreuz ist an beiden Seiten mit gravierten Darstellungen und griechischen Beischriften versehen. Auf der einen Seite ist in der Mitte Christus am Kreuz dargestellt. Über dem Nimbus befindet sich eine Tafel (tabula ansata) mit der Kurzform des Namens Jesu. Zur Rechten Christi steht Maria, zu seiner Linken Johannes. Oberhalb des Kreuzes sind die Symbole für Sonne und Mond wiedergegeben. Auf der oberen Kreisscheibe sieht man das Brustbild Johannis des Täufers, auf der rechten die Halbfigur des Erzengels Gabriel. Auf der (fehlenden) linken Kreisscheibe war der Beischrift zufolge das Bild des Erzengels Michael eingraviert. Unterhalb des Kreuzes sind die Worte Christi aus dem Johannesevangelium zu lesen: "Siehe, das ist dein Sohn - siehe, das ist deine Mutter!" Die andere Seite des Bronzekreuzes zeigt in der Mitte Maria mit Paulus zur Rechten und Petrus zur Linken. Auf den erhaltenen Kreisscheiben sind die Evangelisten Matthäus und Lukas zu sehen, auf den verlorenen befanden sich Bilder von Johannes und Markus. Die Inschrift oberhalb Marias enthält die Worte "Mutter Gottes" und die Bitte: "Gottesgebärerin hilf!" Seit dem 3. Ökumenischen Konzil von Ephesos im Jahr 431 gilt Maria offiziell als Gottesgebärerin (Theotokos). In der neuesten Literatur wird das Kreuz in die 1. Hälfte des 11. Jhs. datiert.
(M. Laubenberger)
Zeit:
10. Jh.
Objektbezeichnung
Kreuz
Kultur
Byzantinisch
Fundort:
Ephesos (Selçuk, Kleinasien, Türkei)
Material/Technik:
Bronze (Kupferlegierung), gegossen.
Maße:
H. 19 cm, B. 22 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, VI 3072
Provenienz
Sultan, Abdul, Hamid, II.; Österreichische Ausgrabungen in Ephesos; Geschenk an Kaiser Franz Joseph; 1906 nachträglich inventarisiert
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