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Langer Dolch
zwischen 1496 und 1506 | Philipp I. (1482-1506), Herzog von Burgund, seit 1504 König von Kastilien und León
Der Griff dieses langen Dolches ist elegant geschwungen. Der Knauf ist dachförmig zugespitzt und endet in einem aufgesetzten Wirbelknäufchen. Das Stichblatt ist wie der Knauf geschwungen ausgeformt, seine Klingenseite ist mit Holz unterlegt und mit einem sechseckigen, gravierten und vergoldeten Unterlageblech versehen. Diese besondere Form des Griffs und der Stil des Ätzdekors am Ansatz der Klinge verweisen auf eine Entstehung des Dolchs in Spanien.
Der Ätzdekor des Dolchs mit seinen in grober Zeichnung ausgeführten Blattranken ist eng verwandt mit jenem auf der Klinge eines zeitgleichen Scheibendolchs, der sich ebenfalls in der Hofjagd- und Rüstkammer befindet (Inv.- Nr. A 55). Der Griff dieses Scheibendolchs imitiert in Horn Astknorren und lässt in seinem gestreiften Dekor das Wappen Burgunds (schräg gestreift in Blau-Gold) anklingen. Auf diesem symbolischen Verweis auf das Herzogtum Burgund und der erwähnten stilistischen Nähe des Dekors zur spanischen Kunst basiert die Zuschreibung dieser beiden Dolche an Philipp I. den Schönen, der als erster Habsburger den Thron Kastiliens (Spaniens) errang.
Der lange Dolch Philipps I. stammt wie auch der erwähnte Scheibendolch aus der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Wie diese beiden Stücke aus Philipps Besitz im Laufe des 16. Jahrhunderts nach Innsbruck gelangt sind, ist nicht geklärt. Sie könnten als Erinnerungsstück Maximilians I. oder als Geschenk Karls V. oder Philipps II. in Ferdinands Besitz gekommen sein.






Der Griff dieses langen Dolches ist elegant geschwungen. Der Knauf ist dachförmig zugespitzt und endet in einem aufgesetzten Wirbelknäufchen. Das Stichblatt ist wie der Knauf geschwungen ausgeformt, seine Klingenseite ist mit Holz unterlegt und mit einem sechseckigen, gravierten und vergoldeten Unterlageblech versehen. Diese besondere Form des Griffs und der Stil des Ätzdekors am Ansatz der Klinge verweisen auf eine Entstehung des Dolchs in Spanien.
Der Ätzdekor des Dolchs mit seinen in grober Zeichnung ausgeführten Blattranken ist eng verwandt mit jenem auf der Klinge eines zeitgleichen Scheibendolchs, der sich ebenfalls in der Hofjagd- und Rüstkammer befindet (Inv.- Nr. A 55). Der Griff dieses Scheibendolchs imitiert in Horn Astknorren und lässt in seinem gestreiften Dekor das Wappen Burgunds (schräg gestreift in Blau-Gold) anklingen. Auf diesem symbolischen Verweis auf das Herzogtum Burgund und der erwähnten stilistischen Nähe des Dekors zur spanischen Kunst basiert die Zuschreibung dieser beiden Dolche an Philipp I. den Schönen, der als erster Habsburger den Thron Kastiliens (Spaniens) errang.
Der lange Dolch Philipps I. stammt wie auch der erwähnte Scheibendolch aus der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Wie diese beiden Stücke aus Philipps Besitz im Laufe des 16. Jahrhunderts nach Innsbruck gelangt sind, ist nicht geklärt. Sie könnten als Erinnerungsstück Maximilians I. oder als Geschenk Karls V. oder Philipps II. in Ferdinands Besitz gekommen sein.
Besitzer/in:
Philipp I. (1482-1506), Herzog von Burgund, seit 1504 König von Kastilien und León (1478 - 1506) DNBarrow_outward
Zeit:
zwischen 1496 und 1506
Objektbezeichnung
Langer Dolch
Kultur
Spanisch
Material/Technik:
Klinge: Eisen, geschmiedet, teils geätzt. Ätzdekor: teils feuervergoldet, teils geschwärzt. Klingenschmiedstempel: Kupfertauschierung. Stichblatt: Eisenblech, teils feuervergoldet. Leder. Griff: Eisenblech, teils feuervergoldet, teils geätzt. Ätzdekor: teils feuervergoldet, teils geschwärzt. Holz. Knauf: Eisenblech, teils geätzt, teils feuervergoldet. Eisen, geschmiedet, feuervergoldet. Scheide: Holz, Leder. Ortband: Eisen, geschmiedet. Messer: Klinge: Eisen, geschmiedet. Griff: Holz. Pfriem: Klinge: Eisen, geschmiedet. Griff: Holz.
Maße:
Schwert: L 88,5 cm x B 6,8 cm x T 6 cm, Gewicht: 0,85 kg
Scheide: L 72,8 cm x B 4,4 cm x T 2,5 cm, Gewicht: 0,20 kg
Messer: L 22,6 cm x B 1,9 cm x T 0,7 cm
Pfriem: L 19,8 cm x B 1,9 cm x T 0,6 cm
Stempel / Zeichen
Klinge: einseitig ein Klingenschmiedstempel
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 428
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