Stecher
Der aus der Türkenbeute des Lazarus Schwendi stammende Panzerstecher entspricht mit seiner aus vergoldetem Silber gefertigten Scheide, die mit Türkisen und Granaten noch weiter geschmückt ist, weitestgehend der Beschreibung des Kunstkammerinventars. Der Panzerstecher, eine hauptsächlich in Ost- und Südosteuropa verbreitet Stoßwaffe, diente mit seiner langen rhomboiden Klinge vor allem zum Durchstoßen der Kettenglieder des Panzerhemdes.
Zeit:
um 1550
Objektbezeichnung:
Stecher
Kultur:
Ungarisch-Türkisch
Material/Technik:
Klinge: Eisen, geschmiedet. Parierstange, Griff, Knauf: Silber, feuervergoldet, getrieben, teils granuliert. Holzkern. Fassungen: Silber, feuervergoldet. Türkise, Almandine, Glassteine. Scheide: Holzkern. Silber, feuervergoldet, getrieben, teils granuliert. Fassungen: Silber, feuervergoldet. Türkise, Almandine, Glassteine.
Maße:
Degen: L 111 cm x B 15,6 cm x T 7,3 cm
Gewicht Degen: 1,75 kg
Scheide: L 101,5 cm x B 7 cm x T 2,4 cm
Gewicht Scheide: 0,70 kg
Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.:
Hofjagd- und Rüstkammer, C 78