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Grabstein des T. Calidius Severus
1. Jh. n. Chr.
Der Grabstein hat die Form einer hohen rechteckigen Stele und wird oben von einem dreieckigen Giebel mit Rosette abgeschlossen. Die Inschrift lautet in Übersetzung: "Titus Calidius Severus, Sohn des Publius, aus der Tribus Camilia, Reiter, dann Optio und schließlich Decurio der Cohors I Alpinorum, danach Centurio der Legio XV Apollinaris, 58 Jahre alt, 34 Dienstjahre, liegt hier begraben. Quintus Calidius hat seinem Bruder dieses Grabmal errichtet." Titus Calidius stammte aus Italien, wie man aufgrund seiner Tribus, des Steuer- und Musterungsbezirkes, weiß. Er begann der Inschrift zufolge seine militärische Laufbahn in einer Hilfstruppeneinheit, der Cohors I Alpinorum, wo er zunächst Reiter (eques) war; danach diente er als Unteroffizier in den Rängen eines optio und decurio. Schließlich wurde er zu einem Hauptmann (centurio) der 15. Legion befördert, die - mit Unterbrechungen - von 39/40 bis 114 n. Chr. in Carnuntum stationiert war. Der Grabstein zeigt nicht den Verstorbenen, sondern in einem zweigeteilten Sockelbild die Ausrüstungsgegenstände eines Centurio, des Kommandanten über 80 bis 100 Soldaten einer Centuria: im oberen Abschnitt links ein Schuppenpanzer (lorica squamata), in der Mitte ein Stab (vitis) als Rangabzeichen des Centurio, rechts ein Helm mit Wangenklappen und quergestelltem Helmbusch sowie Beinschienen (ocreae). Im unteren Abschnitt hält ein Reitknecht das gesattelte Pferd des Offiziers am Zügel.


Der Grabstein hat die Form einer hohen rechteckigen Stele und wird oben von einem dreieckigen Giebel mit Rosette abgeschlossen. Die Inschrift lautet in Übersetzung: "Titus Calidius Severus, Sohn des Publius, aus der Tribus Camilia, Reiter, dann Optio und schließlich Decurio der Cohors I Alpinorum, danach Centurio der Legio XV Apollinaris, 58 Jahre alt, 34 Dienstjahre, liegt hier begraben. Quintus Calidius hat seinem Bruder dieses Grabmal errichtet." Titus Calidius stammte aus Italien, wie man aufgrund seiner Tribus, des Steuer- und Musterungsbezirkes, weiß. Er begann der Inschrift zufolge seine militärische Laufbahn in einer Hilfstruppeneinheit, der Cohors I Alpinorum, wo er zunächst Reiter (eques) war; danach diente er als Unteroffizier in den Rängen eines optio und decurio. Schließlich wurde er zu einem Hauptmann (centurio) der 15. Legion befördert, die - mit Unterbrechungen - von 39/40 bis 114 n. Chr. in Carnuntum stationiert war. Der Grabstein zeigt nicht den Verstorbenen, sondern in einem zweigeteilten Sockelbild die Ausrüstungsgegenstände eines Centurio, des Kommandanten über 80 bis 100 Soldaten einer Centuria: im oberen Abschnitt links ein Schuppenpanzer (lorica squamata), in der Mitte ein Stab (vitis) als Rangabzeichen des Centurio, rechts ein Helm mit Wangenklappen und quergestelltem Helmbusch sowie Beinschienen (ocreae). Im unteren Abschnitt hält ein Reitknecht das gesattelte Pferd des Offiziers am Zügel.
Zeit:
1. Jh. n. Chr.
Kultur
Römisch
Fundort:
Carnuntum Petronell (NÖ, Österreich)
Material/Technik:
Kalkstein
Maße:
H. 205 cm, B. 79 cm, D. 22 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, III 365
Provenienz
Gemeinde Petronell; 1880 Kauf
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