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Der Krönungsmantel
1133/1134 | Palermo, Königliche Hofwerkstätten
Der kostbare, mit Gold, Perlen und Emailplättchen bestickte Krönungsmantel aus Samit (geritzte Seide) war Teil des Krönungsornates, der bei der Krönung der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verwendet wurde. Diese prunkvollen Gewänder wurden im 12. und 13. Jahrhundert von arabischen Künstlern für die normannischen Könige in Sizilien angefertigt und kamen durch die Hohenstaufer nach Deutschland. Der einzigartige Krönungsmantel aus schwerer roter Seide ist überreich mit Goldfäden und abertausenden Perlen bestickt. Er ist halbkreisförmig und wurde mit der mit Email und Edelsteinen geschmückten Schließe über der Brust geschlossen. Die arabische Inschrift am unteren Rand des Mantels besagt, dass er in der königlichen Hofwerkstatt in Palermo im Jahre 528 (der islamischen Zeitrechnung) geschaffen wurde. Nach christlicher Zeitrechnung ist das 1133/34; der Mantel wurde somit für den König Roger II. von Sizilien angefertigt. Auch die ursprünglich altorientalischen Darstellungsmotive sind aus der arabischen Kunst entlehnt: zwei symmetrisch angeordnete Löwen, die über ein Kamel triumphieren; zwischen ihnen steht eine stilisierte Palme in der Art eines Lebensbaumes. Die Löwen symbolisieren den Herrscher, der seine Feinde besiegt. Wegen der unglaublichen Kostbarkeit des Mantels sah man über die "fremdländischen" Motive hinweg und verwendete ihn seit dem 13. Jahrhundert als Krönungsmantel der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Im 14. Jahrhundert sah man darin schon den Mantel Karls des Großen, welchen der heiliggesprochene Kaiser und Erneuerer des Römischen Reiches im Kampfe den Mauren abgewonnen hätte.






Der kostbare, mit Gold, Perlen und Emailplättchen bestickte Krönungsmantel aus Samit (geritzte Seide) war Teil des Krönungsornates, der bei der Krönung der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verwendet wurde. Diese prunkvollen Gewänder wurden im 12. und 13. Jahrhundert von arabischen Künstlern für die normannischen Könige in Sizilien angefertigt und kamen durch die Hohenstaufer nach Deutschland. Der einzigartige Krönungsmantel aus schwerer roter Seide ist überreich mit Goldfäden und abertausenden Perlen bestickt. Er ist halbkreisförmig und wurde mit der mit Email und Edelsteinen geschmückten Schließe über der Brust geschlossen. Die arabische Inschrift am unteren Rand des Mantels besagt, dass er in der königlichen Hofwerkstatt in Palermo im Jahre 528 (der islamischen Zeitrechnung) geschaffen wurde. Nach christlicher Zeitrechnung ist das 1133/34; der Mantel wurde somit für den König Roger II. von Sizilien angefertigt. Auch die ursprünglich altorientalischen Darstellungsmotive sind aus der arabischen Kunst entlehnt: zwei symmetrisch angeordnete Löwen, die über ein Kamel triumphieren; zwischen ihnen steht eine stilisierte Palme in der Art eines Lebensbaumes. Die Löwen symbolisieren den Herrscher, der seine Feinde besiegt. Wegen der unglaublichen Kostbarkeit des Mantels sah man über die "fremdländischen" Motive hinweg und verwendete ihn seit dem 13. Jahrhundert als Krönungsmantel der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Im 14. Jahrhundert sah man darin schon den Mantel Karls des Großen, welchen der heiliggesprochene Kaiser und Erneuerer des Römischen Reiches im Kampfe den Mauren abgewonnen hätte.
Künstler/in:
Palermo, Königliche Hofwerkstätten
Zeit:
1133/1134
Objektbezeichnung
Textil; liturgisches Gewand; Krönungsornat
Kultur
Palermo
Material/Technik:
Textil; Gemusterter Samit (Kermesfärbung), Gold- und Seidenstickerei, Perlen, Gold mit Zellenschmelzemail, Rubin, Spinelle, Saphire, Granate, Glas, Brettchengewebe
Maße:
H. 146 cm, B. 345 cm
Beschriftung
Kufi-Inschrift (Übersetzung): (Das ist) von dem, was in der königlichen Kammer (Hofwerkstatt) angefertigt wurde, (welche) gediehen ist mit Glück und Ehre, mit Eifer und Vollkommenheit, mit Macht und Verdienst, mit (Seiner) Zustimmung und (Seinem) Wohlergehen, mit Großmut und Erhabenheit, mit Ruhm und Schönheit sowie der Erfüllung der Wünsche und Hoffnungen und mit glücklichen Tagen und Nächten ohne Unterlaß und ohne Änderung, mit Ehre und Fürsorge, mit Wahrung und Schutz, mit Erfolg und Sicherheit, mit Triumph und Tüchtigkeit. In der (Haupt)stadt Siziliens im Jahre 528
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Weltliche Schatzkammer
Inv. Nr.
Schatzkammer, WS XIII 14
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