Save object
You may download and use the image for private purposes. Nutzungsbedingungen & AGBs
To request to use the image for commercial or academic purposes, please send us a reproduction request
Save object
You may download and use the image for private purposes. Nutzungsbedingungen & AGBs
To request to use the image for commercial or academic purposes, please send us a reproduction request
Kniender Jüngling
um 580 v. Chr.
In der archaischen Epoche erweiterten Seefahrt, Handel und Kolonisation den griechischen Lebensraum. Die Übernahme und Umwandlung orientalischen Formengutes, die im späten 8. Jahrhundert v. Chr. einsetzten und das 7. Jahrhundert, die orientalisierende und früharchaische Zeit, beherrschten, hatten ihre Voraussetzung in einem neuen Selbstbewusstsein der Griechen, das sich auch in der Vasenmalerei in einer neuen Formensprache auszudrücken begann. Korinth war in dieser Zeit, bis zum Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr., das bedeutendste Herstellungs- und Exportzentrum archaischer Keramik im griechischen Raum. Um 700 v. Chr. wurde dort -- vermutlich unter dem Einfluss östlicher Elfenbein- und Metallarbeiten mit geritztem Dekor -- der schwarzfigurige Stil entwickelt. Charakteristisch für die korinthische Keramik sind kleine, mit Miniaturmalereien verzierte Gefäße wie Aryballoi oder Alabastra, die zur Aufnahme von Salbölen dienten. Der Dekor besteht meist aus einem Figuren- und Ornamentfries; manchmal wurden auch mehrere Friese übereinander ausgeführt. Sie zeigen friedlich nebeneinander stehende oder laufende Tiere bzw. Mischwesen; erzählende Darstellungen schildern Zweikampf-, Jagd- und Reiterszenen, vereinzelt gibt es auch Bilder mythologischen Inhalts. Einen wesentlichen Bestandteil der korinthischen Keramik bilden figürliche Gefäße in Form von Tieren, Mischwesen und menschlichen Figuren. Bereits die Ägypter kannten Vasen, ebenso die Bewohner von Zypern und Mykene, während erst im 7. Jahrhundert v. Chr. auch griechische Keramikwerkstätten in Korinth und Rhodos mit einer Herstellung in größerem Umfang begannen. Dabei waren dem Einfallsreichtum der Töpfer bei der Gestaltung der Gefäße vor allem in archaischer Zeit kaum Grenzen gesetzt. Das vorliegende, in Korinth entstandene zierliche Gefäß in Form eines knienden Jünglings diente wohl zur Aufbewahrung von wertvollem Salböl oder Parfüm, vielleicht aber auch von Narkotika.


In der archaischen Epoche erweiterten Seefahrt, Handel und Kolonisation den griechischen Lebensraum. Die Übernahme und Umwandlung orientalischen Formengutes, die im späten 8. Jahrhundert v. Chr. einsetzten und das 7. Jahrhundert, die orientalisierende und früharchaische Zeit, beherrschten, hatten ihre Voraussetzung in einem neuen Selbstbewusstsein der Griechen, das sich auch in der Vasenmalerei in einer neuen Formensprache auszudrücken begann. Korinth war in dieser Zeit, bis zum Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr., das bedeutendste Herstellungs- und Exportzentrum archaischer Keramik im griechischen Raum. Um 700 v. Chr. wurde dort -- vermutlich unter dem Einfluss östlicher Elfenbein- und Metallarbeiten mit geritztem Dekor -- der schwarzfigurige Stil entwickelt. Charakteristisch für die korinthische Keramik sind kleine, mit Miniaturmalereien verzierte Gefäße wie Aryballoi oder Alabastra, die zur Aufnahme von Salbölen dienten. Der Dekor besteht meist aus einem Figuren- und Ornamentfries; manchmal wurden auch mehrere Friese übereinander ausgeführt. Sie zeigen friedlich nebeneinander stehende oder laufende Tiere bzw. Mischwesen; erzählende Darstellungen schildern Zweikampf-, Jagd- und Reiterszenen, vereinzelt gibt es auch Bilder mythologischen Inhalts. Einen wesentlichen Bestandteil der korinthischen Keramik bilden figürliche Gefäße in Form von Tieren, Mischwesen und menschlichen Figuren. Bereits die Ägypter kannten Vasen, ebenso die Bewohner von Zypern und Mykene, während erst im 7. Jahrhundert v. Chr. auch griechische Keramikwerkstätten in Korinth und Rhodos mit einer Herstellung in größerem Umfang begannen. Dabei waren dem Einfallsreichtum der Töpfer bei der Gestaltung der Gefäße vor allem in archaischer Zeit kaum Grenzen gesetzt. Das vorliegende, in Korinth entstandene zierliche Gefäß in Form eines knienden Jünglings diente wohl zur Aufbewahrung von wertvollem Salböl oder Parfüm, vielleicht aber auch von Narkotika.
Time:
um 580 v. Chr.
Object Name
Figürliches Gefäß
Culture
Griechisch
Location of discovery:
Tanagra (Böotien, Griechenland)
Material/technology:
Ton
Dimensions:
H. 10,7 cm
Copyright
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Invs.
Antikensammlung, V 1267
Provenance
Hoffmann, Henry, Kunsthandel Paris; 1876 Kauf
Browse more
Similar items you might be interested in

Oinochoe: Tierfriese mit Sphinx und Greifen, Hunde und Hasen Griechisch, Ostgriechisch (Kos?) um 600 v. Chr.

Hydria: Herakles und Busiris Griechisch, Ostgriechisch, Caere um 510 v. Chr.

Bauchamphora: Dionysos und Ikarios Griechisch, Attisch, schwarzfigurig um 540 v. Chr.

Kanne mit Deckel: Wasservögel Griechisch, Attisch, spätgeometrisch 740 - 720 v. Chr.

Lekythos: Aufbahrung eines Toten Griechisch, Attisch, weißgrundig um 430/420 v. Chr.

Pinax: Aufbahrung eines Toten Griechisch, Attisch, schwarzfigurig um 510 v. Chr.

Pelike: Oidipus und die Sphinx Griechisch, Attisch, rotfigurig 470 - 460 v. Chr.

Volutenkrater: Achilleus und Penthesileia Unteritalisch, Apulisch, rotfigurig 370 - 350 v. Chr.

Pelike: Tötung des Aigisthos Griechisch, Attisch, rotfigurig um 500 v. Chr.

Schale: Abschied eines Kriegers Griechisch, Attisch, rotfigurig um 500 v. Chr.

Oinochoe (Weinkanne): Io und die Danaiden Unteritalisch, Kampanisch, rotfigurig Mitte 4. Jh. v. Chr.

Askos (Gussgefäß): Eber und Stier Griechisch, Attisch, rotfigurig Drittes Viertel 5. Jh. v. Chr.

Kolonettenkrater: Trinkgelage (Symposion) Griechisch, Attisch, rotfigurig 2. Viertel 5. Jh. v. Chr.

Halsamphora: Palmetten (A und B) Griechisch, Attisch, rotfigurig 1. Hälfte 5. Jh. v. Chr.

Hydria: Rückführung des Hephaistos in den Olymp Griechisch, Ostgriechisch, Caere um 525 v. Chr.

Halsamphora mit Deckel: Opferszene (A und B) Griechisch, Attisch, rotfigurig um 450 v. Chr.



