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Halbharnisch

Dieser Halbharnisch (Inv.-Nrn. A 609 (Harnisch),

A 609 a (Sturmhaube)) ist seit 1593 in der Heldenrüstkammer Erzherzog Ferdinands II. von Tirol als Harnisch von Stephan Báthory, Großfürst von Siebenbürgen und König von Polen, nachweisbar. In Ferdinands Nachlassinventar

von 1596 heißt es: »Steffan, künig in Polln. Ain halb plau angeloffne rüstung,

mit strichen und gold eingeschlagen, darbei ain sturmhauben von gleicher

arbeit.« Im illustrierten Katalog der Heldenrüstkammer, dem Armamentarium

Heroicum von 1601/03, ist Báthory in dieser Rüstung dargestellt.Stephan Báthory war ab 1571 Fürst von Siebenbürgen und ab 1576 auch

König von Polen und Großfürst von Litauen. Báthory kämpfte in den Jahren

um 1580 im Livländischen Krieg gegen Zar Ivan IV. von Russland. Mit der

langwierigen, letztlich erfolglosen Belagerung von Pleskau (Pskov) konnte er

diesen Krieg für sich entscheiden.Der Halbharnisch von Stephan Báthory ist das Werk einer zentraleuropäischen – womöglich Prager – Werkstatt der Zeit um 1560. Er zeigt auf der Brust

ein Kruzifix vor einer Stadtansicht mit mehrspitzigem Kirchturm. Die breiten

Ornamentstreifen sind mit kleinteiligem Band- und Arabeskenmuster in Gold

tauschiert.Die Sturmhaube ist eine etwas frühere, wohl um 1550 entstandene türkische

Arbeit. Sie ist ebenso reich mit pflanzlichen Mustern in Goldtauschierung

dekoriert. Erhalten ist das Futter des Helmes aus roter Seide, ebenso die zwei

(schadhaften und verblichenen) Kinnbänder aus ehemals roter und grüner

Seide.

Dieser Halbharnisch (Inv.-Nrn. A 609 (Harnisch),

A 609 a (Sturmhaube)) ist seit 1593 in der Heldenrüstkammer Erzherzog Ferdinands II. von Tirol als Harnisch von Stephan Báthory, Großfürst von Siebenbürgen und König von Polen, nachweisbar. In Ferdinands Nachlassinventar

von 1596 heißt es: »Steffan, künig in Polln. Ain halb plau angeloffne rüstung,

mit strichen und gold eingeschlagen, darbei ain sturmhauben von gleicher

arbeit.« Im illustrierten Katalog der Heldenrüstkammer, dem Armamentarium

Heroicum von 1601/03, ist Báthory in dieser Rüstung dargestellt.Stephan Báthory war ab 1571 Fürst von Siebenbürgen und ab 1576 auch

König von Polen und Großfürst von Litauen. Báthory kämpfte in den Jahren

um 1580 im Livländischen Krieg gegen Zar Ivan IV. von Russland. Mit der

langwierigen, letztlich erfolglosen Belagerung von Pleskau (Pskov) konnte er

diesen Krieg für sich entscheiden.Der Halbharnisch von Stephan Báthory ist das Werk einer zentraleuropäischen – womöglich Prager – Werkstatt der Zeit um 1560. Er zeigt auf der Brust

ein Kruzifix vor einer Stadtansicht mit mehrspitzigem Kirchturm. Die breiten

Ornamentstreifen sind mit kleinteiligem Band- und Arabeskenmuster in Gold

tauschiert.Die Sturmhaube ist eine etwas frühere, wohl um 1550 entstandene türkische

Arbeit. Sie ist ebenso reich mit pflanzlichen Mustern in Goldtauschierung

dekoriert. Erhalten ist das Futter des Helmes aus roter Seide, ebenso die zwei

(schadhaften und verblichenen) Kinnbänder aus ehemals roter und grüner

Seide.

Zeit:
um 1560

Objektbezeichnung
Halbharnisch

Kultur
Prag (?)

Material/Technik:
Eisen, geschmiedet, getrieben, gebläut, teils mit Gold tauschiert. Schnallen, Riemenzungen: Messing, feuervergoldet. Nieten: Eisen, vergoldet. Textil: Samt (teils originale Reste, teils modern). Seide (modern). Leder.

Beschriftung
innen: "Kü. Steff. aus Polln"

Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer

Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 609

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