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Küriss der Goldtauschierten Garnitur
datiert 1582 | Karl von Österreich, Sohn des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinands II. von Habsburg und der Philippine Welser
Karl von Österreich, Markgraf von Burgau, Graf von Nellenburg und Hohenberg, war der zweitgeborene Sohn von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol und Philippine Welser. Aufgrund der nicht standesgemäßen Ehe ihrer Eltern trugen Karl und sein älterer Bruder Andreas nur den Titel »von Österreich«, die Erzherzogswürde blieb ihnen verwehrt.
Karl schlug eine militärische Karriere ein, zunächst in den Niederlanden, ab 1592 in Ungarn im Kampf gegen das Osmanische Reich, wo er 1597 an der Belagerung von Raab (Györ) teilnahm. Er residierte zunächst auf Schloss Ambras bei Innsbruck, dann im schwäbischen Günzburg. Seine Ehe mit Sibylle von Jülich-Kleve-Berg blieb kinderlos. Aus seiner außerehelichen Verbindung mit Elisa Ferrari gingen jedoch drei Kinder hervor.
Jakob Topf, der Innsbrucker Hofplattner Erzherzog Ferdinands, lieferte 1582/83 eine Reihe von Harnischen nach Schloss Ambras, darunter auch einen Doppelküriss für Karl von Burgau. Er erhielt 1583 aufgeteilt auf drei Raten insgesamt 518 Gulden. Mit der letzten Rate von 59 Gulden »für gelieferte Arbeiten« zahlte die Tiroler Kammer zusätzlich 64 Gulden und 13 Kreuzer an den Goldschmied Elias Stark.
Diese Zahlungen dürften mit dem vorliegenden Harnisch in Verbindung zu bringen sein. Er ist auf 1582 datiert und entstammt der Ambraser Sammlung. Er wird dort in der zweiten Rüstkammer als »ain blaue angeloffne rüstung mit gold- und silbertauschierarbait« erwähnt, im Inventar von 1621 heißt es »mit silber und guldiner plaumacharbait schön eingelegt«.
Der Harnisch ist gebläut und mit von Silberperlen begleiteten Rändern und Streifen in Gold- und Silbertauschierung geschmückt. In diesen Streifen finden sich Mauresken und eingestreute vergoldete Trophäen und Medaillons mit modisch gekleideten Figuren und mythologischen und antiken Helden.



Karl von Österreich, Markgraf von Burgau, Graf von Nellenburg und Hohenberg, war der zweitgeborene Sohn von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol und Philippine Welser. Aufgrund der nicht standesgemäßen Ehe ihrer Eltern trugen Karl und sein älterer Bruder Andreas nur den Titel »von Österreich«, die Erzherzogswürde blieb ihnen verwehrt.
Karl schlug eine militärische Karriere ein, zunächst in den Niederlanden, ab 1592 in Ungarn im Kampf gegen das Osmanische Reich, wo er 1597 an der Belagerung von Raab (Györ) teilnahm. Er residierte zunächst auf Schloss Ambras bei Innsbruck, dann im schwäbischen Günzburg. Seine Ehe mit Sibylle von Jülich-Kleve-Berg blieb kinderlos. Aus seiner außerehelichen Verbindung mit Elisa Ferrari gingen jedoch drei Kinder hervor.
Jakob Topf, der Innsbrucker Hofplattner Erzherzog Ferdinands, lieferte 1582/83 eine Reihe von Harnischen nach Schloss Ambras, darunter auch einen Doppelküriss für Karl von Burgau. Er erhielt 1583 aufgeteilt auf drei Raten insgesamt 518 Gulden. Mit der letzten Rate von 59 Gulden »für gelieferte Arbeiten« zahlte die Tiroler Kammer zusätzlich 64 Gulden und 13 Kreuzer an den Goldschmied Elias Stark.
Diese Zahlungen dürften mit dem vorliegenden Harnisch in Verbindung zu bringen sein. Er ist auf 1582 datiert und entstammt der Ambraser Sammlung. Er wird dort in der zweiten Rüstkammer als »ain blaue angeloffne rüstung mit gold- und silbertauschierarbait« erwähnt, im Inventar von 1621 heißt es »mit silber und guldiner plaumacharbait schön eingelegt«.
Der Harnisch ist gebläut und mit von Silberperlen begleiteten Rändern und Streifen in Gold- und Silbertauschierung geschmückt. In diesen Streifen finden sich Mauresken und eingestreute vergoldete Trophäen und Medaillons mit modisch gekleideten Figuren und mythologischen und antiken Helden.
Künstler/in:
Jakob Topf , (Plattner) (erw. 1573 , tätig in Innsbruck, gest. 1597 in Innsbruck)
Zeit:
datiert 1582
Objektbezeichnung
Küriss der Goldtauschierten Garnitur
Kultur
Innsbruck
Material/Technik:
Eisen, geschmiedet, getrieben, gebläut, teils mit Gold, Silber, Silberperlen tauschiert. Nieten: teils Eisen, vergoldet, teils Messingnietkappen. Schnallen: Eisen. Rosetten, Riemenzungen: Messing, teils vergoldet. Rüsthakenhalterung, Schnallen: Eisen, feuervergoldet.Leder (teils modern). Textil: Samt (in Fragmenten erhalten). Rüsthaken: Eisen, geschmiedet, teils geschnitten, teils mit Gold, Silberperlen tauschiert.
Maße:
H. 178 cm, B. 83 cm, T. 75 cm
mit Sockel: H. 215 cm
Beschriftung
auf linkem Diechling: "1582"
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 1277
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