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Halbharnisch
um 1560 | Stephan Báthory (1576-1586), König von Polen, Großherzog von Litauen, 1571-1576 Fürst von Siebenbürg
Dieser Halbharnisch (Inv.-Nrn. A 609 (Harnisch), A 609 a (Sturmhaube)) ist seit 1593 in der Heldenrüstkammer Erzherzog Ferdinands II. von Tirol als Harnisch von Stephan Báthory, Großfürst von Siebenbürgen und König von Polen, nachweisbar. In Ferdinands Nachlassinventar von 1596 heißt es: »Steffan, künig in Polln. Ain halb plau angeloffne rüstung, mit strichen und gold eingeschlagen, darbei ain sturmhauben von gleicher arbeit.« Im illustrierten Katalog der Heldenrüstkammer, dem Armamentarium Heroicum von 1601/03, ist Báthory in dieser Rüstung dargestellt.
Stephan Báthory war ab 1571 Fürst von Siebenbürgen und ab 1576 auch König von Polen und Großfürst von Litauen. Báthory kämpfte in den Jahren um 1580 im Livländischen Krieg gegen Zar Ivan IV. von Russland. Mit der langwierigen, letztlich erfolglosen Belagerung von Pleskau (Pskov) konnte er diesen Krieg für sich entscheiden.
Der Halbharnisch von Stephan Báthory ist das Werk einer zentraleuropäischen – womöglich Prager – Werkstatt der Zeit um 1560. Er zeigt auf der Brust ein Kruzifix vor einer Stadtansicht mit mehrspitzigem Kirchturm. Die breiten Ornamentstreifen sind mit kleinteiligem Band- und Arabeskenmuster in Gold tauschiert.
Die Sturmhaube ist eine etwas frühere, wohl um 1550 entstandene türkische Arbeit. Sie ist ebenso reich mit pflanzlichen Mustern in Goldtauschierung dekoriert. Erhalten ist das Futter des Helmes aus roter Seide, ebenso die zwei (schadhaften und verblichenen) Kinnbänder aus ehemals roter und grüner Seide.



Dieser Halbharnisch (Inv.-Nrn. A 609 (Harnisch), A 609 a (Sturmhaube)) ist seit 1593 in der Heldenrüstkammer Erzherzog Ferdinands II. von Tirol als Harnisch von Stephan Báthory, Großfürst von Siebenbürgen und König von Polen, nachweisbar. In Ferdinands Nachlassinventar von 1596 heißt es: »Steffan, künig in Polln. Ain halb plau angeloffne rüstung, mit strichen und gold eingeschlagen, darbei ain sturmhauben von gleicher arbeit.« Im illustrierten Katalog der Heldenrüstkammer, dem Armamentarium Heroicum von 1601/03, ist Báthory in dieser Rüstung dargestellt.
Stephan Báthory war ab 1571 Fürst von Siebenbürgen und ab 1576 auch König von Polen und Großfürst von Litauen. Báthory kämpfte in den Jahren um 1580 im Livländischen Krieg gegen Zar Ivan IV. von Russland. Mit der langwierigen, letztlich erfolglosen Belagerung von Pleskau (Pskov) konnte er diesen Krieg für sich entscheiden.
Der Halbharnisch von Stephan Báthory ist das Werk einer zentraleuropäischen – womöglich Prager – Werkstatt der Zeit um 1560. Er zeigt auf der Brust ein Kruzifix vor einer Stadtansicht mit mehrspitzigem Kirchturm. Die breiten Ornamentstreifen sind mit kleinteiligem Band- und Arabeskenmuster in Gold tauschiert.
Die Sturmhaube ist eine etwas frühere, wohl um 1550 entstandene türkische Arbeit. Sie ist ebenso reich mit pflanzlichen Mustern in Goldtauschierung dekoriert. Erhalten ist das Futter des Helmes aus roter Seide, ebenso die zwei (schadhaften und verblichenen) Kinnbänder aus ehemals roter und grüner Seide.
Zeit:
um 1560
Objektbezeichnung
Halbharnisch
Kultur
Prag (?)
Material/Technik:
Eisen, geschmiedet, getrieben, gebläut, teils mit Gold tauschiert. Schnallen, Riemenzungen: Messing, feuervergoldet. Nieten: Eisen, vergoldet. Textil: Samt (teils originale Reste, teils modern). Seide (modern). Leder.
Maße:
Maße mit Sockel, mit Säule, mit Helm: H: 178 cm, B 60 cm, T 60 cm
Maße ohne Sockel mit Helm: H 119,5 cm, B 50 cm, T 37,5 cm
Maße ohne Sockel ohne Helm: H 89 cm x B 50 cm x T 37,5 cm
Maße mit Sockel ohne Helm: H 147 cm, B 60 cm, T 60 cm
Gewicht exkl. Figurine, exkl. Podest: 14,5 kg
Beschriftung
innen: "Kü. Steff. aus Polln"
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 609
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