Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Samurai-Harnisch, Samurai, Samurai Rüstung
um 1580, Ende 16. Jahrhundert
Diese Rüstung ist in Goldlacktechnik dekoriert. Dabei dient das aus dem Lackbaum oder Lacksumach (Rhus verniciflua) gewonnene Lackharz, das in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und langsam getrocknet wird, sowohl als Bindemittel des Goldstaubes als auch als Schutz des lackierten Objektes gegen Feuchtigkeit, Hitze und Säure. Die ausgeführten Embleme der Rüstung - unter anderem ein Drache sowie stilisierte Blüten und Blätter der in Japan weit verbreiteten Paulownia (des Blauglockenbaums) - sind ein Hinweis darauf, dass diese Rüstung aus dem Besitz des Clans von Toyotomi Hideoshi (1537-1598) stammt, einem der wichtigsten Shogune, denen es gelang, vor 1600 alle Gebiete Japans zu vereinen. Nachdem er anfänglich die christlichen Missionare als Handelstreibende toleriert hatte, änderte er nach etwa zehn Jahren seine Haltung, da die christliche Lehre von der Gleichheit aller Menschen vor Gott nicht mit dem feudalen Kastensystem vereinbar war. Die Missionare wurden deportiert oder getötet, die christianisierte Landbevölkerung musste wieder zum Buddhismus konvertieren oder wurde vertrieben. Um eine Wiederkehr der Christen zu verhindern, verweigerte er jeglichen weiteren Handel mit Europa. In Japan selbst gibt es insgesamt noch dreizehn Rüstungen dieser Art. Quellen berichten von weiteren nach Europa gelangten Samurai-Rüstungen. Es ist bekannt, dass König Philipp II. von Spanien und Portugal im Jahre 1584 Geschenke vom japanischen Feldherren und Politiker Tokugawa Ieyasu erhielt. unter den Gaben befanden sich auch Rüstungen, Sättel und Speere. Die hier vorgestellte Rüstung stammt wahrscheinlich aus diesem Bestand und gelangte wohl über Brüssel nach Ambras.


Diese Rüstung ist in Goldlacktechnik dekoriert. Dabei dient das aus dem Lackbaum oder Lacksumach (Rhus verniciflua) gewonnene Lackharz, das in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und langsam getrocknet wird, sowohl als Bindemittel des Goldstaubes als auch als Schutz des lackierten Objektes gegen Feuchtigkeit, Hitze und Säure. Die ausgeführten Embleme der Rüstung - unter anderem ein Drache sowie stilisierte Blüten und Blätter der in Japan weit verbreiteten Paulownia (des Blauglockenbaums) - sind ein Hinweis darauf, dass diese Rüstung aus dem Besitz des Clans von Toyotomi Hideoshi (1537-1598) stammt, einem der wichtigsten Shogune, denen es gelang, vor 1600 alle Gebiete Japans zu vereinen. Nachdem er anfänglich die christlichen Missionare als Handelstreibende toleriert hatte, änderte er nach etwa zehn Jahren seine Haltung, da die christliche Lehre von der Gleichheit aller Menschen vor Gott nicht mit dem feudalen Kastensystem vereinbar war. Die Missionare wurden deportiert oder getötet, die christianisierte Landbevölkerung musste wieder zum Buddhismus konvertieren oder wurde vertrieben. Um eine Wiederkehr der Christen zu verhindern, verweigerte er jeglichen weiteren Handel mit Europa. In Japan selbst gibt es insgesamt noch dreizehn Rüstungen dieser Art. Quellen berichten von weiteren nach Europa gelangten Samurai-Rüstungen. Es ist bekannt, dass König Philipp II. von Spanien und Portugal im Jahre 1584 Geschenke vom japanischen Feldherren und Politiker Tokugawa Ieyasu erhielt. unter den Gaben befanden sich auch Rüstungen, Sättel und Speere. Die hier vorgestellte Rüstung stammt wahrscheinlich aus diesem Bestand und gelangte wohl über Brüssel nach Ambras.
Zeit:
um 1580, Ende 16. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Samurai-Rüstung (IROITO-ODOSHI GUSOKU), Samurai Harnisch, Samurai
Kultur
Japanisch, Nara ?
Material/Technik:
Eisen, Messing, Kupfer, Leder, Lack, textile Knüpfungen
Bildrecht
Schloss Ambras Innsbruck
Inv. Nr.
Schloss Ambras Innsbruck, PA 587
Weiterstöbern
Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten

Samurai, Samurairüstung um 1580, Ende 16. Jahrhundert

Ferdinand II. (1564-1595), Erzherzog von Österreich und Landesherr von Tirol um 1547-1550

Blanker Feldharnisch, Kinderrüstung, vormals Rüstung eines Zwergen um 1567

Rüstung zum Plankenstechen (welsches Stechen), ganzer blanker Turnierharnisch Hersteller/in: Jakob Topf um 1580/1590

Harnisch, Rüstung, Rüstung des Bartlmä Bon, Riesenrüstung, Rüstung Hofriese Knechtsharnisch: um 1560, Knabenrüstungen: um 1575, Gliederpuppe: 1. H. 16. Jh.

Ferdinand II. (1564-1595), Erzherzog von Österreich und Landesherr von Tirol 1556 - 1557
Rüstung, geschwärzte Reiterrüstung 1. Viertel 17. Jahrhundert

Halbharnisch Ferdinands II. von Tirol mit Harnischröckchen ("Hochzeitsharnisch") 1582

Ferdinand II. (1564-1595), Erzherzog von Österreich und Landesherr von Tirol 1559/60

Trabharnisch des Andreas Teufel (Andre Teuffel), Rüstung des Andreas Teufel um 1555

Harnisch zum Plankengestech mit Gittertartsche um 1555/1560

Ganzer blanker Harnisch, Rüstung zum Plankenstechen / Freirennen Anton Peffenhauser um 1570

Riefelharnisch von Pfalzgraf Philipp bei Rhein um 1525

Ferdinand II. (1564-1595), Erzherzog von Österreich und Landesherr von Tirol um 1550

Lekythos: Rüstung eines Kriegers Griechisch, Attisch, schwarzfigurig um 500 v. Chr.




