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Roma
5. - 6. Jh. n. Chr.
Die beiden aus der Sammlung Riccardi in Florenz stammenden Tafeln (mit Inv.-Nr. X 38) zeigen jeweils eine in Hochrelief gearbeitete Frauengestalt, die vor einer Ädikula (tempelartige Nische) mit zwei korinthischen Säulen steht. Aufgrund ihrer Attribute können die Frauen als Personifikationen von Städten interpretiert werden. Obwohl man in der Spätantike ikonographische Vorlagen im Detail oft freier wiedergegeben hat, ist die prächtig ausgestattete Figur mit dem Helm eindeutig als Roma und diejenige mit der Mauerkrone als Constantinopolis zu identifizieren. Roma hält in ihrer linken Hand einen Globus, über dem eine geflügelte Viktoria mit Palmzweig und Siegeskranz schwebt. Mit der Rechten stützt sich die Göttin auf einen Stab. Sie trägt außer dem verdreht auf den Locken sitzenden Helm mit üppigem Helmbusch einen langen Peplos, der von einem kostbaren Gürtel unter der Brust zusammengehalten wird, und darüber den typischen Mantel, ein Paludamentum mit einer großen Fibel auf der rechten Schulter. Die in der Antike häufig dargestellten Personifikationen von Rom und Konstantinopel illustrieren die große Bedeutung und die Gleichstellung der beiden Hauptstädte am Übergang vom römischen zum byzantinischen Reich. Die beiden Tafeln wurden in nachantiker Zeit überarbeitet.


Die beiden aus der Sammlung Riccardi in Florenz stammenden Tafeln (mit Inv.-Nr. X 38) zeigen jeweils eine in Hochrelief gearbeitete Frauengestalt, die vor einer Ädikula (tempelartige Nische) mit zwei korinthischen Säulen steht. Aufgrund ihrer Attribute können die Frauen als Personifikationen von Städten interpretiert werden. Obwohl man in der Spätantike ikonographische Vorlagen im Detail oft freier wiedergegeben hat, ist die prächtig ausgestattete Figur mit dem Helm eindeutig als Roma und diejenige mit der Mauerkrone als Constantinopolis zu identifizieren. Roma hält in ihrer linken Hand einen Globus, über dem eine geflügelte Viktoria mit Palmzweig und Siegeskranz schwebt. Mit der Rechten stützt sich die Göttin auf einen Stab. Sie trägt außer dem verdreht auf den Locken sitzenden Helm mit üppigem Helmbusch einen langen Peplos, der von einem kostbaren Gürtel unter der Brust zusammengehalten wird, und darüber den typischen Mantel, ein Paludamentum mit einer großen Fibel auf der rechten Schulter. Die in der Antike häufig dargestellten Personifikationen von Rom und Konstantinopel illustrieren die große Bedeutung und die Gleichstellung der beiden Hauptstädte am Übergang vom römischen zum byzantinischen Reich. Die beiden Tafeln wurden in nachantiker Zeit überarbeitet.
Zeit:
5. - 6. Jh. n. Chr.
Objektbezeichnung
Diptychon
Kultur
Frühbyzantinisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Elfenbein
Maße:
H. 27,4 cm, B. 11,5 cm, D. 0,9 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, X 37
Provenienz
Slg. Riccardi, Florenz, 1753 nachweisbar; 1816 vorhanden (Neumann Manusc. 12 p. 14)
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