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Constantinopolis
5. - 6. Jh. n. Chr.
Die beiden aus der Sammlung Riccardi in Florenz stammenden Tafeln (mit Inv.-Nr. X 37) zeigen jeweils eine in Hochrelief gearbeitete Frauengestalt, die vor einer Ädikula (tempelartige Nische) mit zwei korinthischen Säulen steht. Aufgrund ihrer Attribute können die Frauen als Personifikationen von Städten interpretiert werden. Obwohl man in der Spätantike ikonographische Vorlagen im Detail oft freier wiedergegeben hat, ist die prächtig ausgestattete Figur mit dem Helm eindeutig als Roma und diejenige mit der Mauerkrone als Constantinopolis zu identifizieren. Constantinopolis trägt eine brennende Fackel und ein Füllhorn in den Händen; an ihrer rechten Schulter lehnt ein kleiner Amor. Die Mauerkrone ist zwar ein allgemeines Kennzeichen für Stadtgöttinnen; die Fackel und das Füllhorn weisen die Figur aber im Zusammenhang mit Roma eindeutig als Personifikation von Konstantinopel aus. Sie trägt gewelltes Haar mit einem langen Schleier darüber, eine Ärmeltunica mit dem gleichen Gürtel wie die Roma und ein mehrreihiges Collier um den Hals. Die beiden Tafeln wurden in nachantiker Zeit überarbeitet. Die technische Ausführung mit Scharnieren als Verbindung der beiden Tafeln und als Vorrichtung zum Zusammenklappen des Diptychons sowie die zur Aufnahme des Wachses bestimmte Vertiefung auf der Rückseite bezeugen die ursprüngliche Verwendung als Schreibtafel.



Die beiden aus der Sammlung Riccardi in Florenz stammenden Tafeln (mit Inv.-Nr. X 37) zeigen jeweils eine in Hochrelief gearbeitete Frauengestalt, die vor einer Ädikula (tempelartige Nische) mit zwei korinthischen Säulen steht. Aufgrund ihrer Attribute können die Frauen als Personifikationen von Städten interpretiert werden. Obwohl man in der Spätantike ikonographische Vorlagen im Detail oft freier wiedergegeben hat, ist die prächtig ausgestattete Figur mit dem Helm eindeutig als Roma und diejenige mit der Mauerkrone als Constantinopolis zu identifizieren. Constantinopolis trägt eine brennende Fackel und ein Füllhorn in den Händen; an ihrer rechten Schulter lehnt ein kleiner Amor. Die Mauerkrone ist zwar ein allgemeines Kennzeichen für Stadtgöttinnen; die Fackel und das Füllhorn weisen die Figur aber im Zusammenhang mit Roma eindeutig als Personifikation von Konstantinopel aus. Sie trägt gewelltes Haar mit einem langen Schleier darüber, eine Ärmeltunica mit dem gleichen Gürtel wie die Roma und ein mehrreihiges Collier um den Hals. Die beiden Tafeln wurden in nachantiker Zeit überarbeitet. Die technische Ausführung mit Scharnieren als Verbindung der beiden Tafeln und als Vorrichtung zum Zusammenklappen des Diptychons sowie die zur Aufnahme des Wachses bestimmte Vertiefung auf der Rückseite bezeugen die ursprüngliche Verwendung als Schreibtafel.
Zeit:
5. - 6. Jh. n. Chr.
Objektbezeichnung
Diptychon
Kultur
Frühbyzantinisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Elfenbein
Maße:
H. 27,4 cm, B. 11,5 cm, D. 0,9 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, X 38
Provenienz
Slg. Riccardi, Florenz, 1753 nachweisbar; 1816 vorhanden (Neumann Manusc. 12 p. 14)
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