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Leonardo da Vinci mit weiblichem Modell
1882 | Hans Makart
Mit dem Beschluss vom 23. Februar 1881 des für den Neubau der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses – des heutigen Kunsthistorischen Museums – administrativ zuständigen Hofbau-Comités wurde Hans Makart beauftrag, ein großes Deckengemälde und einen Zyklus von zwölf Lünettebildern für die vier Seiten des großen Stiegenhauses zu entwerfen, Skizzen zu liefern und diese schließlich in Öl auf Leinwand auszuführen. Für Hans Makart, der sich persönlich in einer misslichen Situation befand, bedeutete dieser Auftrag den ersten und tragischerweise auch zugleich den letzten großen Staatsauftrag in seiner Karriere. Bis zu seinem Tod im Jahr 1884 fertigte er für das Kunsthistorische Hofmuseum eine Farbskizze zum großen Deckengemälde mit dem Thema "Der Sieg des Lichtes über die Finsternis", zwölf Kreidezeichnungen auf Goldgrund und Ölskizzen zu den Lünetten an. Die thematische Vorgabe lautete, einen Zyklus der "classischen Heroen der Malerei mit ihren Lieblingsstoffen charakteristisch" wiederzugeben. Dies löste Makart, indem er die großen Meister Italiens, Spaniens, Deutschlands und der Niederlande des 16. und 17. Jahrhunderts in der Kombination von acht Künstlerpersönlichkeiten mit ihren Modellen oder charakteristischen Figuren aus ihren Werken zu signifikanten Paaren auf Goldgrund fügte. Drei der Ölskizzen befinden sich heute im Besitz der Österreichischen Galerie Belvedere Wien. Die Kreidezeichnungen sind teilweise verschollen. Eine von ihnen, "Holbein mit Modell", befindet sich im Bestand der Albertina in Wien. Das Kunsthistorische Museum konnte in den Jahren 2006 und 2016 drei der Kreidezeichnungen erwerben: "Leonardo da Vinci mit weiblichem Modell", "Allegorie der reliogiösen und profanen Malerei" und "Allegorie der Bildhauerei". (B. K.-E.)


Mit dem Beschluss vom 23. Februar 1881 des für den Neubau der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses – des heutigen Kunsthistorischen Museums – administrativ zuständigen Hofbau-Comités wurde Hans Makart beauftrag, ein großes Deckengemälde und einen Zyklus von zwölf Lünettebildern für die vier Seiten des großen Stiegenhauses zu entwerfen, Skizzen zu liefern und diese schließlich in Öl auf Leinwand auszuführen. Für Hans Makart, der sich persönlich in einer misslichen Situation befand, bedeutete dieser Auftrag den ersten und tragischerweise auch zugleich den letzten großen Staatsauftrag in seiner Karriere. Bis zu seinem Tod im Jahr 1884 fertigte er für das Kunsthistorische Hofmuseum eine Farbskizze zum großen Deckengemälde mit dem Thema "Der Sieg des Lichtes über die Finsternis", zwölf Kreidezeichnungen auf Goldgrund und Ölskizzen zu den Lünetten an. Die thematische Vorgabe lautete, einen Zyklus der "classischen Heroen der Malerei mit ihren Lieblingsstoffen charakteristisch" wiederzugeben. Dies löste Makart, indem er die großen Meister Italiens, Spaniens, Deutschlands und der Niederlande des 16. und 17. Jahrhunderts in der Kombination von acht Künstlerpersönlichkeiten mit ihren Modellen oder charakteristischen Figuren aus ihren Werken zu signifikanten Paaren auf Goldgrund fügte. Drei der Ölskizzen befinden sich heute im Besitz der Österreichischen Galerie Belvedere Wien. Die Kreidezeichnungen sind teilweise verschollen. Eine von ihnen, "Holbein mit Modell", befindet sich im Bestand der Albertina in Wien. Das Kunsthistorische Museum konnte in den Jahren 2006 und 2016 drei der Kreidezeichnungen erwerben: "Leonardo da Vinci mit weiblichem Modell", "Allegorie der reliogiösen und profanen Malerei" und "Allegorie der Bildhauerei". (B. K.-E.)
Künstler/in:
Hans Makart (1840 Salzburg - 1884 Wien) DNBarrow_outward
Zeit:
1882
Objektbezeichnung
Graphik
Kultur
Wien
Material/Technik:
Kreide, Kohle auf Goldgrund, Wiener Passepartout; Rahmen
Signatur
links unten bez. "H.M.", rechts unten bez. "H. Makart"
Stempel / Zeichen
RS: Auktionsmarke Miethke
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Bibliothek
Inv. Nr.
Bibliothek, 99190
Provenienz
2006 aus dem deutschen Kunsthandel erworben
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