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Notizbuch Kaiser Ferdinands I.; 5 Tafeln
Das Notizbuch stammt aus dem Besitz König (Kaiser) Ferdinands I., dessen Initialen zusammen mit jenen seiner Frau, Anna Jagiello, am Vorderdeckel aufgebracht sind. Prachtvoll ziert die Deckelinnenseite das bekrönte und vom Vliesorden umrahmte Wappen Ferdinands. Politisch aussagekräftig wird dabei die Regentschaft über die Königreiche Böhmen und Ungarn betont. Im Herzschild finden sich neben den österreichischen Erblanden auch die Königreiche Kastilien, Aragon und Leon, was den Herrschaftsanspruch des Habsburgers deutlich macht. Die Deckelinnenseite hinten zeigt eine perspektivische Architekturdarstellung, die laut der Aufschrift vom Miniaturmaler Johann (auch Joseph) Minsinger stammt. Die dargestellten Gebäude wurden vielfach als Teile der Prager Burg gedeutet, wo König Ferdinand I. seit 1526 als böhmischer König u.a. residierte. Geschrieben wurde auf den im Inneren befindlichen fünf Schiefertafeln, die mittig durch Fadenheftung gebunden sind. Darauf ist fragmenthaft ein in spanischer Sprache verfasster Text des Monarchen erhalten, der Missstände in der Verwaltung und deren Beseitigung betrifft. Spanisch war die Muttersprache des Erzherzogs, der bei Madrid geboren wurde, erst 1521 österreichischen Boden betrat und sich mit der deutschen Sprache lange schwer tat. Als Schreibutensil diente ein nicht erhaltener Kreide- oder Farbstift. Unter dem mittleren hellblauen Turm, der aufklappbar ist, konnte das Schreibzeug in der Vertiefung verwahrt werden. Das prächtige Notizbuch kam über den Erbweg in den Besitz Erzherzog Ferdinands II., der den Gegenstand im Gedenken an seinen Vater im Bücherkasten der Ambraser Bibliothek verwahrte.

Das Notizbuch stammt aus dem Besitz König (Kaiser) Ferdinands I., dessen Initialen zusammen mit jenen seiner Frau, Anna Jagiello, am Vorderdeckel aufgebracht sind. Prachtvoll ziert die Deckelinnenseite das bekrönte und vom Vliesorden umrahmte Wappen Ferdinands. Politisch aussagekräftig wird dabei die Regentschaft über die Königreiche Böhmen und Ungarn betont. Im Herzschild finden sich neben den österreichischen Erblanden auch die Königreiche Kastilien, Aragon und Leon, was den Herrschaftsanspruch des Habsburgers deutlich macht. Die Deckelinnenseite hinten zeigt eine perspektivische Architekturdarstellung, die laut der Aufschrift vom Miniaturmaler Johann (auch Joseph) Minsinger stammt. Die dargestellten Gebäude wurden vielfach als Teile der Prager Burg gedeutet, wo König Ferdinand I. seit 1526 als böhmischer König u.a. residierte. Geschrieben wurde auf den im Inneren befindlichen fünf Schiefertafeln, die mittig durch Fadenheftung gebunden sind. Darauf ist fragmenthaft ein in spanischer Sprache verfasster Text des Monarchen erhalten, der Missstände in der Verwaltung und deren Beseitigung betrifft. Spanisch war die Muttersprache des Erzherzogs, der bei Madrid geboren wurde, erst 1521 österreichischen Boden betrat und sich mit der deutschen Sprache lange schwer tat. Als Schreibutensil diente ein nicht erhaltener Kreide- oder Farbstift. Unter dem mittleren hellblauen Turm, der aufklappbar ist, konnte das Schreibzeug in der Vertiefung verwahrt werden. Das prächtige Notizbuch kam über den Erbweg in den Besitz Erzherzog Ferdinands II., der den Gegenstand im Gedenken an seinen Vater im Bücherkasten der Ambraser Bibliothek verwahrte.
Künstler/in:
Ferdinand I. (1521-1564), Erzherzog, seit 1531 König und seit 1558 Kaiser (1503 - 1564) DNBarrow_outward
Zeit:
1529 bzw. 1531
Objektbezeichnung
Notizbuch Kaiser Ferdinands I., Notizbuch
Kultur
Deutsch, Prag ?
Maße:
H. 11,1 cm, B. 8 cm
Signatur
IOH. MINSINGER 1529
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Inv. Nr.
Kunstkammer, 5378
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