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Erotenfries: Eroten mit Jagdbeute
2. Hälfte 1. Jh. n. Chr.
Die Bühnenwand (scaenae frons) des Theaters war mit zahlreichen Skulpturen ausgestattet. In den Nischen standen Statuen von Gottheiten, Herrschern und römischen Kaisern sowie vermutlich von Stiftern des Baus. Zudem bildeten Reliefs und ein im mittleren Geschoss durchlaufender Fries den Dekor dieser prächtigen Fassade. Ein Maskenfries gehörte vermutlich zum obersten Geschoss. Die Theatermasken aus der Komödie stellen die typischen Charaktere dar: einen jungen, bartlosen und einen älteren, bärtigen Mann sowie eine Frau in der Mitte. Auf den Figurenpfeilern, deren genaue Position in der Fassade noch ungeklärt ist, waren in fast vollplastischen Darstellungen Satyrn und Amazonen wiedergegeben. Dabei folgen die Amazonen Vorlagen, die mit dem bei Plinius d. Ä. überlieferten Künstlerwettbewerb aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. in Zusammenhang gebracht werden. Damals hatte Ephesos einen Preis für die beste Darstellung einer verwundeten Amazone ausgeschrieben, den Polyklet vor Phidias und Kresilas gewonnen haben soll. Einen Höhepunkt ephesischer Skulpturen stellt der Fries aus dem mittleren Geschoss der Bühnenwand dar, der Eroten bei der Jagd auf wilde Tiere zeigt. Löwen, Wildschweine, Steinböcke und Hasen gehören zur Beute der Jäger, die von Jagdhunden begleitet werden. Aus hunderten kleinformatigen Fragmenten konnten einige Platten rekonstruiert werden. Die Jagdszenen wurden in herausragender Qualität und in ungemein vielfältiger Bildersprache ausgeführt, wofür nur wenige Parallelen in Rom bekannt sind. Reste der farbigen Fassung sind an den Haaren und Mänteln der Eroten und am Wagenkasten noch erkennbar. Der Jagdfries war durch Platten mit auf Pantherfellen gelagerten Satyrn unterbrochen. Die aus Fragmenten in Wien und London rekonstruierbaren acht Satyrn waren vermutlich an den vorspringenden Ädikulen im mittleren Geschoss angebracht.

Die Bühnenwand (scaenae frons) des Theaters war mit zahlreichen Skulpturen ausgestattet. In den Nischen standen Statuen von Gottheiten, Herrschern und römischen Kaisern sowie vermutlich von Stiftern des Baus. Zudem bildeten Reliefs und ein im mittleren Geschoss durchlaufender Fries den Dekor dieser prächtigen Fassade. Ein Maskenfries gehörte vermutlich zum obersten Geschoss. Die Theatermasken aus der Komödie stellen die typischen Charaktere dar: einen jungen, bartlosen und einen älteren, bärtigen Mann sowie eine Frau in der Mitte. Auf den Figurenpfeilern, deren genaue Position in der Fassade noch ungeklärt ist, waren in fast vollplastischen Darstellungen Satyrn und Amazonen wiedergegeben. Dabei folgen die Amazonen Vorlagen, die mit dem bei Plinius d. Ä. überlieferten Künstlerwettbewerb aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. in Zusammenhang gebracht werden. Damals hatte Ephesos einen Preis für die beste Darstellung einer verwundeten Amazone ausgeschrieben, den Polyklet vor Phidias und Kresilas gewonnen haben soll. Einen Höhepunkt ephesischer Skulpturen stellt der Fries aus dem mittleren Geschoss der Bühnenwand dar, der Eroten bei der Jagd auf wilde Tiere zeigt. Löwen, Wildschweine, Steinböcke und Hasen gehören zur Beute der Jäger, die von Jagdhunden begleitet werden. Aus hunderten kleinformatigen Fragmenten konnten einige Platten rekonstruiert werden. Die Jagdszenen wurden in herausragender Qualität und in ungemein vielfältiger Bildersprache ausgeführt, wofür nur wenige Parallelen in Rom bekannt sind. Reste der farbigen Fassung sind an den Haaren und Mänteln der Eroten und am Wagenkasten noch erkennbar. Der Jagdfries war durch Platten mit auf Pantherfellen gelagerten Satyrn unterbrochen. Die aus Fragmenten in Wien und London rekonstruierbaren acht Satyrn waren vermutlich an den vorspringenden Ädikulen im mittleren Geschoss angebracht.
Zeit:
2. Hälfte 1. Jh. n. Chr.
Objektbezeichnung
Relief
Kultur
Römisch
Fundort:
Ephesos Theater (Selçuk, Kleinasien, Türkei)
Material/Technik:
Dolomit-Marmor
Maße:
L/H 88,5 × B 170,5 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, I 819
Provenienz
Sultan, Abdul, Hamid, II.; Österreichische Ausgrabungen in Ephesos; Geschenk an Kaiser Franz Joseph; 1911 nachträglich inventarisiert
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