Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Taufkanne und Taufschüssel der Taufgarnitur
1571 | Spanisch
Die kostbare Garnitur, in der etwa 10,5 kg Gold verarbeitet sind, war zusammen mit 10.000 Gulden das Hochzeitsgeschenk der Kärntner Landstände (auf dem Körper der Kanne und im Zentrum des Beckens erscheint daher jeweils das Wappen von Kärnten) an Erzherzog Karl von Innerösterreich und Maria von Bayern. Sie wurde am 11. September 1571 von Landeshauptmann Georg Graf Khevenhüller dem Paar in Graz überreicht. Auf dem Erbweg kam die Garnitur aus dem Besitze Marias an den Sohn aus dieser Ehe, den späteren Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), der sie nach Wien brachte und in der Schatzkammer hinterlegte. Glücklicherweise wurde sie nicht eingeschmolzen - wie dies wegen Geldmangels bei Objekten aus Gold leider des öfteren geschah -, denn das Kaiserhaus benützte zumindest das Becken zur heiligen Taufe. Diese Zweckwidmung blieb bis zum Ende der Monarchie aufrecht, obwohl die Garnitur, die ja als "Lavabo", also zum Waschen der Hände an der Tafel, gedacht war, keine sakralen Motive aufweist. Gold wurde zur damaligen Zeit noch nicht gemarkt. Der Stil und zahlreiche Details der Arbeit weisen die Garnitur jedoch als Werk eines spanischen Goldschmieds aus, wobei bislang nicht geklärt werden konnte, ob sie in Spanien oder in Wien hergestellt wurde. Am Wiener Hof Kaiser Maximilians II. (1527-1576) und seiner spanischen Gemahlin waren jedenfalls mehrere spanische Goldschmiede tätig. Anderseits bestanden engste Beziehungen zum Madrider Hof Philipps II. (1527-1598). Sollte das Prunkstück in Spanien entstanden sein, dann steckt wohl Gold aus der Neuen Welt darin.


Die kostbare Garnitur, in der etwa 10,5 kg Gold verarbeitet sind, war zusammen mit 10.000 Gulden das Hochzeitsgeschenk der Kärntner Landstände (auf dem Körper der Kanne und im Zentrum des Beckens erscheint daher jeweils das Wappen von Kärnten) an Erzherzog Karl von Innerösterreich und Maria von Bayern. Sie wurde am 11. September 1571 von Landeshauptmann Georg Graf Khevenhüller dem Paar in Graz überreicht. Auf dem Erbweg kam die Garnitur aus dem Besitze Marias an den Sohn aus dieser Ehe, den späteren Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), der sie nach Wien brachte und in der Schatzkammer hinterlegte. Glücklicherweise wurde sie nicht eingeschmolzen - wie dies wegen Geldmangels bei Objekten aus Gold leider des öfteren geschah -, denn das Kaiserhaus benützte zumindest das Becken zur heiligen Taufe. Diese Zweckwidmung blieb bis zum Ende der Monarchie aufrecht, obwohl die Garnitur, die ja als "Lavabo", also zum Waschen der Hände an der Tafel, gedacht war, keine sakralen Motive aufweist. Gold wurde zur damaligen Zeit noch nicht gemarkt. Der Stil und zahlreiche Details der Arbeit weisen die Garnitur jedoch als Werk eines spanischen Goldschmieds aus, wobei bislang nicht geklärt werden konnte, ob sie in Spanien oder in Wien hergestellt wurde. Am Wiener Hof Kaiser Maximilians II. (1527-1576) und seiner spanischen Gemahlin waren jedenfalls mehrere spanische Goldschmiede tätig. Anderseits bestanden engste Beziehungen zum Madrider Hof Philipps II. (1527-1598). Sollte das Prunkstück in Spanien entstanden sein, dann steckt wohl Gold aus der Neuen Welt darin.
Künstler/in:
Spanisch
Zeit:
1571
Objektbezeichnung
Gefäß; Kanne; Liturgisches Gerät; Taufzeug
Kultur
Spanisch oder Wien
Material/Technik:
Gold, teilweise emailliert / getrieben
Maße:
Taufkanne: H. 34,5 cm, Gewicht 3350 g
Taufschüssel: Dm. 61,5 cm, Gewicht 7220 g
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Weltliche Schatzkammer
Inv. Nr.
Schatzkammer, WS XIV 5 und WS XIV 6
Weiterstöbern
Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten

Taufschüssel der Taufgarnitur Spanisch 1571

Taufkanne der Taufgarnitur Spanisch 1571 datiert

Erzherzog Albrecht VII. (1559-1621) im Alter von 14 Jahren mit einer Dogge, in ganzer Figur Spanisch um 1573

Haaramethyst 3. Drittel 17. Jahrhundert

Die Potence (Wappenkette) für den Herold des Ordens vom Goldenen Vlies um 1517

Bildnis eines Herren in spanischer Tracht, in kurzem pelzverbrämten Mantel Adriaen Thomas Key 1568 datiert

Erzherzog Wenzel (1561-1578) als Dreizehnjähriger mit einem Falken, ganze Figur Alonso Sánchez Coello 1574 datiert

Karl VI. (1711-1740), Kaiser datiert 1722

Das österreichische Erbpanier 1705

Kruzifix Gabriel Grupello Mitte 18. Jahrhundert

Die Begegnung von Papst Leo des Großen mit dem Hunnenkönig Attila Ercole Ferrata nach 1657

Tempietto mit Schmerzensmann Christoph Angermair um 1613/20

Der ungarische Opalschmuck Gebrüder Egger 1881 datiert

Fernando Alvarez de Toledo, Herzog von Alba um 1546

Taufkännchen Jan Vermeyen 1601-1605

Smaragdgefäß Dionysio Miseroni 1641

Die von Maria Theresia gestiftete Taufgarnitur 1757 datiert

Erzherzog Albrecht VII. (1559-1621) als Kardinal, Brustbild Spanisch nach 1577

