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Serpent
16. Jahrhundert | anonym
Der Serpent zählt zu den Grifflochhörnern und wird mit einem kesselförmigen Mundstück angeblasen. Um die Grifflöcher für den Spieler erreichbar zu machen, muss der Tubus, der eine beträchtliche Rohrlänge aufweist, in weiten, schlangenförmig Windungen geführt werden. Der Name des Instruments geht auf diese zoomorphe Form zurück. Das Korpus eines derartigen Blasinstruments ist aus mehreren Segmenten, die ausgehöhlt und anschließend verleimt werden, aufgebaut. Um die Korpusteile luftdicht zu verbinden wird das Äußere mit schwarzem Leder überzogen. Beim gezeigten Instrument läuft der Tubus am Anblasende in einen Schlangenkopf aus, in den als Verbindung zum Mundstück ein Messingtubus gesteckt wird. Dieser und das jetzt vorhandene Elfenbeinmundstück sind allerdings nicht original. Das Instrument stammt aus der Ambraser Sammlung, in der sich bereits im 16. Jahrhundert mehrere Serpente befanden. Eindeutig identifizierbar wird dieses Instrument erstmals durch eine Erwähnung in einem Inventar von 1725. (rh)
Literatur: Beatrix Darmstädter: Die Zinken und der Serpent der Sammlung alter Musikinstrumente, Sammlungskataloge des Kunsthistorischen Museums, Bd. 7, Bergkirchen 2011, S. 228-234


Der Serpent zählt zu den Grifflochhörnern und wird mit einem kesselförmigen Mundstück angeblasen. Um die Grifflöcher für den Spieler erreichbar zu machen, muss der Tubus, der eine beträchtliche Rohrlänge aufweist, in weiten, schlangenförmig Windungen geführt werden. Der Name des Instruments geht auf diese zoomorphe Form zurück. Das Korpus eines derartigen Blasinstruments ist aus mehreren Segmenten, die ausgehöhlt und anschließend verleimt werden, aufgebaut. Um die Korpusteile luftdicht zu verbinden wird das Äußere mit schwarzem Leder überzogen. Beim gezeigten Instrument läuft der Tubus am Anblasende in einen Schlangenkopf aus, in den als Verbindung zum Mundstück ein Messingtubus gesteckt wird. Dieser und das jetzt vorhandene Elfenbeinmundstück sind allerdings nicht original. Das Instrument stammt aus der Ambraser Sammlung, in der sich bereits im 16. Jahrhundert mehrere Serpente befanden. Eindeutig identifizierbar wird dieses Instrument erstmals durch eine Erwähnung in einem Inventar von 1725. (rh)
Literatur: Beatrix Darmstädter: Die Zinken und der Serpent der Sammlung alter Musikinstrumente, Sammlungskataloge des Kunsthistorischen Museums, Bd. 7, Bergkirchen 2011, S. 228-234
Hersteller/in:
anonym
Zeit:
16. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Serpent
Kultur
Italien (?)
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Sammlung alter Musikinstrumente
Inv. Nr.
Sammlung alter Musikinstrumente, 237
Alte Inv.Nr.:
KK_4083
Schlosser Nr.:
A 248
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