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Persischer Säbel
Anfang 19. Jahrhundert | Franz (1792-1835), von 1792-1806 als Franz II. Kaiser, seit 1806 als Franz I. Kaiser von Österreich
Auf der Klinge dieses Säbels findet sich eine vergoldete Inschrift, die die Jahreszahl 1813 sowie den Verweis auf Fatḥ-‘Alī Šāh, Herrscher von Persien von 1797 bis 1834, enthält. Fatḥ-‘Alī entstammte dem Stamm der turkmenischen Kadscharen (Qājār), der in den 1790er Jahren unter Fatḥ-‘Alīs Onkel Āġā Moḥammad die Macht in Persien übernommen hatte und diese bis 1925 halten konnte.
Wie dieser Säbel nach Wien gekommen ist, ist unbekannt. Er könnte 1813 als diplomatisches Geschenk aus Persien an den kaiserlichen Hof gelangt sein. In jenem Jahr musste Persien den Frieden von Gulistan unterzeichnen, der den 1804 ausgebrochenen Russisch-Persischen Krieg beendete. Russland und Persien hatte in diesem Konflikt um die Vorherrschaft im Kaukasus gekämpft. Russland erzielte dabei durch den Einsatz moderner Kriegstechnik Erfolge. Persien versuchte mit französischer, dann britischer Unterstützung den Abwehrkampf zu führen.
Der Vertrag von 1813 brachte für Persien empfindliche Gebietsverluste mit sich. Es verlor alle Gebiete nördlich des Flusses Aras; sie liegen heute überwiegend in Aserbaidschan und Georgien.
Ein persisches Ehrengeschenk für den Kaiser von Österreich im Jahr 1813, während der Endphase des Russisch-Persischen Krieges, ließe sich mit einem Versuch der Annäherung an Österreich zum Aufbau eines Gegengewichtes zu Russland erklären.
Der Säbel ist – für ein diplomatisches Geschenk passend – reich verziert. Der Griff besteht aus Elfenbein. Knauf, Parierstange und die Beschläge der Scheide sind mit kleinen weißen und großen grünen Saphiren besetzt. Die Rückseite der Parierstange sowie die Beschläge der Rückseite der Scheide zeigen Dekor in buntem Email. An der Parierstange sowie an den beiden Gürtelspangen sind Medaillons mit Idealbildnissen persischer Frauen in Blütenrahmen zu sehen, am Ortband Blütendekor.





Auf der Klinge dieses Säbels findet sich eine vergoldete Inschrift, die die Jahreszahl 1813 sowie den Verweis auf Fatḥ-‘Alī Šāh, Herrscher von Persien von 1797 bis 1834, enthält. Fatḥ-‘Alī entstammte dem Stamm der turkmenischen Kadscharen (Qājār), der in den 1790er Jahren unter Fatḥ-‘Alīs Onkel Āġā Moḥammad die Macht in Persien übernommen hatte und diese bis 1925 halten konnte.
Wie dieser Säbel nach Wien gekommen ist, ist unbekannt. Er könnte 1813 als diplomatisches Geschenk aus Persien an den kaiserlichen Hof gelangt sein. In jenem Jahr musste Persien den Frieden von Gulistan unterzeichnen, der den 1804 ausgebrochenen Russisch-Persischen Krieg beendete. Russland und Persien hatte in diesem Konflikt um die Vorherrschaft im Kaukasus gekämpft. Russland erzielte dabei durch den Einsatz moderner Kriegstechnik Erfolge. Persien versuchte mit französischer, dann britischer Unterstützung den Abwehrkampf zu führen.
Der Vertrag von 1813 brachte für Persien empfindliche Gebietsverluste mit sich. Es verlor alle Gebiete nördlich des Flusses Aras; sie liegen heute überwiegend in Aserbaidschan und Georgien.
Ein persisches Ehrengeschenk für den Kaiser von Österreich im Jahr 1813, während der Endphase des Russisch-Persischen Krieges, ließe sich mit einem Versuch der Annäherung an Österreich zum Aufbau eines Gegengewichtes zu Russland erklären.
Der Säbel ist – für ein diplomatisches Geschenk passend – reich verziert. Der Griff besteht aus Elfenbein. Knauf, Parierstange und die Beschläge der Scheide sind mit kleinen weißen und großen grünen Saphiren besetzt. Die Rückseite der Parierstange sowie die Beschläge der Rückseite der Scheide zeigen Dekor in buntem Email. An der Parierstange sowie an den beiden Gürtelspangen sind Medaillons mit Idealbildnissen persischer Frauen in Blütenrahmen zu sehen, am Ortband Blütendekor.
Besitzer/in:
Franz (1792-1835), von 1792-1806 als Franz II. Kaiser, seit 1806 als Franz I. Kaiser von Österreich (1768 Florenz - 1835 Wien) DNBarrow_outward
Zeit:
Anfang 19. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Persischer Säbel
Kultur
Persisch
Material/Technik:
Klinge: Eisen, geschmiedet, damasziert. Inschrift: Goldtauschierung. Griff: Elfenbein. Gold. Steinbesatz. Parierstange: Gold. Steinbesatz. Maleremail. Scheide: Holz. Leder. Textil: Samt. Email. Steinbesatz.
Maße:
Säbel: L 92 cm x B 17,4 cm x T 3 cm
Gewicht Schwert: 0,85 kg
Scheide: L 83,5 cm x B 7,5 cm x T 3 cm
Gewicht Scheide: 0,45 kg
Beschriftung
die Klinge aus Rosendamask zeigt eine persische Inschrift in Gold tauschiert
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, C 209
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