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Meleager
2. Jh. n. Chr., nach griechischem Original um 340 v. Chr.
Der Kopf stammt von einer in mehreren Wiederholungen bekannten Statue des mythischen Jägers Meleager. An seinen Jagdspeer gelehnt ruht sich der Held aus, doch scheint er sein tragisches Schicksal zu ahnen: Lebhaft ist der Kopf zur linken Schulter gewendet, der Blick der tief liegenden Augen in die Ferne gerichtet, der Mund in leidenschaftlicher Anspannung geöffnet. Aufgrund dieser stilistischen Merkmale, die der Kunst des 5. Jahrhunderts fremd sind, wird diese Statue des Meleager von der Forschung mit dem Werk des Bildhauers Skopas von Paros in Verbindung gebracht, der um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. tätig war. Skopas war der Architekt des Tempels der Athena Alea in Tegea (Peloponnes), doch werden ihm auch die zum Teil erhaltenen Giebelskulpturen zugeschrieben. An ihnen findet sich derselbe pathetische Gesichtsausdruck, der dem Kopf des Meleager eigen ist.





Der Kopf stammt von einer in mehreren Wiederholungen bekannten Statue des mythischen Jägers Meleager. An seinen Jagdspeer gelehnt ruht sich der Held aus, doch scheint er sein tragisches Schicksal zu ahnen: Lebhaft ist der Kopf zur linken Schulter gewendet, der Blick der tief liegenden Augen in die Ferne gerichtet, der Mund in leidenschaftlicher Anspannung geöffnet. Aufgrund dieser stilistischen Merkmale, die der Kunst des 5. Jahrhunderts fremd sind, wird diese Statue des Meleager von der Forschung mit dem Werk des Bildhauers Skopas von Paros in Verbindung gebracht, der um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. tätig war. Skopas war der Architekt des Tempels der Athena Alea in Tegea (Peloponnes), doch werden ihm auch die zum Teil erhaltenen Giebelskulpturen zugeschrieben. An ihnen findet sich derselbe pathetische Gesichtsausdruck, der dem Kopf des Meleager eigen ist.
Zeit:
2. Jh. n. Chr., nach griechischem Original um 340 v. Chr.
Objektbezeichnung
Kopf
Kultur
Römisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Marmor
Maße:
30 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, I 1283
Provenienz
Slg. Este - Catajo; im Besitz von Erzherzog Franz Ferdinand; 1923 inventarisch übernommen
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