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Kesselpauke
18. Jahrhundert | anonym
Kesselpauken wurden im 18. Jahrhundert ausnahmslos als Paar verwendet und waren meist auf den Grundton und die Unterquart gestimmt. Sie sind üblicherweise mit Trompeten gepaart, eine Kombination, die sich bis in die symphonische Musik der Wiener Klassik erhalten hat. Ihre Herstellung oblag mehreren Handwerkern: Der Kupferschmied trieb aus einer kreisrunden Blechplatte den halbkugeligen Kessel. Dieser besitzt an der Unterseite eine Öffnung und, aus akustischen Gründen, einen einwärts gerichteten Trichter. Die Beschläge zum Beziehen des Fells und die Beine nietete der Siebmacher an den Kessel. Für die Herstellung des Fells war der Pergamentmacher zuständig, wobei meist Kalbsfell zum Einsatz kam. Außer im Heerwesen und bei der höfischen Repräsentation fanden die Pauken, meist in Verbindung mit Trompeten, ab der Barockzeit in der Kunstmusik Verwendung. Weder die repräsentativen Orchesterwerke Händels noch die symphonische Musik oder die Sakralmusik der Wiener Klassik sind ohne das mitreißende Steigerungsmittel des Paukenklangs denkbar. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Kesselpauken wurden im 18. Jahrhundert ausnahmslos als Paar verwendet und waren meist auf den Grundton und die Unterquart gestimmt. Sie sind üblicherweise mit Trompeten gepaart, eine Kombination, die sich bis in die symphonische Musik der Wiener Klassik erhalten hat. Ihre Herstellung oblag mehreren Handwerkern: Der Kupferschmied trieb aus einer kreisrunden Blechplatte den halbkugeligen Kessel. Dieser besitzt an der Unterseite eine Öffnung und, aus akustischen Gründen, einen einwärts gerichteten Trichter. Die Beschläge zum Beziehen des Fells und die Beine nietete der Siebmacher an den Kessel. Für die Herstellung des Fells war der Pergamentmacher zuständig, wobei meist Kalbsfell zum Einsatz kam. Außer im Heerwesen und bei der höfischen Repräsentation fanden die Pauken, meist in Verbindung mit Trompeten, ab der Barockzeit in der Kunstmusik Verwendung. Weder die repräsentativen Orchesterwerke Händels noch die symphonische Musik oder die Sakralmusik der Wiener Klassik sind ohne das mitreißende Steigerungsmittel des Paukenklangs denkbar. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.
Hersteller/in:
anonym
Zeit:
18. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Kesselpauke
Kultur
Österreich
Maße:
Hüllmaß: 610 × 610 × 500 mm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Sammlung alter Musikinstrumente
Inv. Nr.
Sammlung alter Musikinstrumente, 753
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