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Schwert der St. Peters-Ritterschaft
Der Knauf ist ein vergoldeter Messingguss und reich mit verschlungenen Blattranken und Blüten verziert. Gleichfalls aus vergoldetem Messing gearbeitet ist das durchbrochene Griffstück, das über einem Holzkern mit einst rotem Samt unterlegt ist. Die in dunkelblauem Drahtemail gehaltene Verzierung der Griffseiten hat sich nur einmal erhalten. Vergoldet ist auch die S-förmig geschwungene Parierstange. Die zweischneidige Klinge trägt beiderseits die Marke eines unbekannten Schmiedes. Den oberen Teil der Klinge ziert beidseitig eine vergoldete Ätzung in der Art des Meisters Ercole: Unter zwei rauchfassschwingenden Engeln ist unter der Tiara ein Wappen mit dem Doppeladler dargestellt, darunter ein schreitender Greif. Am Klingenansatz blasen zwei sitzende, nach vorne gebeugte Männer die Tuba. Auf der Gegenseite befindet sich unter den päpstlichen Insignien der Eichbaum der Rovere, an dessen Stamm ein Wappenschild mit dem Doppeladler geheftet ist, den die Tiara bekrönt. Zwei den Schild flankierende, geflügelte Putti halten Füllhörner. Zu diesem Schwert besitzt die Wiener Sammlung noch ein zweites, gleichsam ein Gegenstück (Inv.-Nr. HJRK_A_454), das sich hauptsächlich in der Klingenätzung unterscheidet. Die beiden Schwerter wurden von Papst Julius II. della Rovere am 24.01.1509 einer kaiserlichen Gesandtschaft anlässlich der Aufnahme Maximilians I. und dessen Enkels Karl, des späteren Kaisers Karl V., in die St. Peters-Ritterschaft feierlich überreicht. Dass der sog. Meister Ercole römische Auftraggeber hatte, beweisen das signierte Schwert des Cesare Borgia in der Casa Caetani zu Rom und die beiden Wiener Schwerter der St. Peters-Ritterschaft (Inv.-Nrn. HJRK_A_453 und HJRK_A_454). Die Vermittlung des Künstlers nach Rom könnte auf Lucrezia Borgia - die Schwester Cesares - zurückgehen, die 1502 den späteren Herzog Alfonso I. von Ferrara heiratete.





Der Knauf ist ein vergoldeter Messingguss und reich mit verschlungenen Blattranken und Blüten verziert. Gleichfalls aus vergoldetem Messing gearbeitet ist das durchbrochene Griffstück, das über einem Holzkern mit einst rotem Samt unterlegt ist. Die in dunkelblauem Drahtemail gehaltene Verzierung der Griffseiten hat sich nur einmal erhalten. Vergoldet ist auch die S-förmig geschwungene Parierstange. Die zweischneidige Klinge trägt beiderseits die Marke eines unbekannten Schmiedes. Den oberen Teil der Klinge ziert beidseitig eine vergoldete Ätzung in der Art des Meisters Ercole: Unter zwei rauchfassschwingenden Engeln ist unter der Tiara ein Wappen mit dem Doppeladler dargestellt, darunter ein schreitender Greif. Am Klingenansatz blasen zwei sitzende, nach vorne gebeugte Männer die Tuba. Auf der Gegenseite befindet sich unter den päpstlichen Insignien der Eichbaum der Rovere, an dessen Stamm ein Wappenschild mit dem Doppeladler geheftet ist, den die Tiara bekrönt. Zwei den Schild flankierende, geflügelte Putti halten Füllhörner. Zu diesem Schwert besitzt die Wiener Sammlung noch ein zweites, gleichsam ein Gegenstück (Inv.-Nr. HJRK_A_454), das sich hauptsächlich in der Klingenätzung unterscheidet. Die beiden Schwerter wurden von Papst Julius II. della Rovere am 24.01.1509 einer kaiserlichen Gesandtschaft anlässlich der Aufnahme Maximilians I. und dessen Enkels Karl, des späteren Kaisers Karl V., in die St. Peters-Ritterschaft feierlich überreicht. Dass der sog. Meister Ercole römische Auftraggeber hatte, beweisen das signierte Schwert des Cesare Borgia in der Casa Caetani zu Rom und die beiden Wiener Schwerter der St. Peters-Ritterschaft (Inv.-Nrn. HJRK_A_453 und HJRK_A_454). Die Vermittlung des Künstlers nach Rom könnte auf Lucrezia Borgia - die Schwester Cesares - zurückgehen, die 1502 den späteren Herzog Alfonso I. von Ferrara heiratete.
Owner:
Maximilian I. (1477-1519), seit 1493 deutscher König, 1508 Kaiser (1459 - 1519) DNBarrow_outward
Artist:
Ercole dei Fedeli (Salomone da Sesso) , (Goldschmied, Schwertdekorateur) (1465 - 1519)
Time:
1509
Object Name
Schwert der St. Peters-Ritterschaft
Culture
Italien (Ferrara oder Rom)
Material/technology:
Iron, etched, fire-gilded; brass, fire-gilded; wood; textile; enamel
Dimensions:
Schwert: L 94,5 cm x B 17,5 cm x T 4,5 cm
Gewicht Schwert: 1,20 kg
Scheide: L 75,8 cm x B 5,8 cm x T 1,5 cm
Stamp / markings
Klinge: beidseitig ein italienischer Klingenschmiedstempel
Copyright
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Invs.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 453
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