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Theseus und Prokrustes
um 470 v. Chr.
An der Straße zwischen Eleusis und Athen lebte ein Wegelagerer namens Polypemon (oder Damastes), der als Prokrustes ("Gliederstrecker") berüchtigt war. Er lud die Reisenden ein, die Nacht in seinem Haus zu verbringen, und pflegte sie entweder zu strecken oder ihnen Glieder abzuhauen, wenn sie nicht genau in sein Bett passten. Theseus rächte die Opfer, indem er Prokrustes mit der gleichen Art "Gastfreundlichkeit" behandelte. Die Darstellung auf der Vorderseite des rotfigurigen Kraters zeigt die Bestrafung des Prokrustes durch Theseus: links ausschreitend der jugendliche Held, in gegürtetem Chiton und mit dem Reisehut im Nacken, in der Rechten ein Doppelbeil. Mit seiner Linken ergreift er den Oberarm des nackten, ins Knie gesunkenen Prokrustes, der seinen rechten Arm zur Abwehr ausstreckt und sich mit der Linken an das zusammenbrechende Bettgestell klammert. Dem Altamura-Maler zugeschrieben.

An der Straße zwischen Eleusis und Athen lebte ein Wegelagerer namens Polypemon (oder Damastes), der als Prokrustes ("Gliederstrecker") berüchtigt war. Er lud die Reisenden ein, die Nacht in seinem Haus zu verbringen, und pflegte sie entweder zu strecken oder ihnen Glieder abzuhauen, wenn sie nicht genau in sein Bett passten. Theseus rächte die Opfer, indem er Prokrustes mit der gleichen Art "Gastfreundlichkeit" behandelte. Die Darstellung auf der Vorderseite des rotfigurigen Kraters zeigt die Bestrafung des Prokrustes durch Theseus: links ausschreitend der jugendliche Held, in gegürtetem Chiton und mit dem Reisehut im Nacken, in der Rechten ein Doppelbeil. Mit seiner Linken ergreift er den Oberarm des nackten, ins Knie gesunkenen Prokrustes, der seinen rechten Arm zur Abwehr ausstreckt und sich mit der Linken an das zusammenbrechende Bettgestell klammert. Dem Altamura-Maler zugeschrieben.
Zeit:
um 470 v. Chr.
Objektbezeichnung
Glockenkrater
Kultur
Griechisch
Fundort:
Unbekannt
Material/Technik:
Ton
Maße:
H. 28,5 cm, Dm. 27,5 cm, 2,8 kg
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, IV 321
Provenienz
Barth, Joseph Dr.; Benedetti, Thomas, Wien; 1824 Kauf
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