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Streitaxt
Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts war der Streithammer eine bei der Reiterei zunehmend beliebte Waffe, die entweder am Sattelknopf oder am Gürtel getragen wurde. Damit die Streithämmer bequemer am Gürtel untergebracht werden konnten, sind viele von ihnen mit Gürtelhaken ausgestattet. Die ganze Wucht eines Schlages mit der Spitze des Hammers konzentrierte sich auf eine sehr kleine Fläche, und man konnte daher mit dieser effizient wirkenden Angriffswaffe dem immer widerstandsfähiger werdenden Plattenharnisch begegnen. Der Streithammer als eine der Hauptwaffen der Schweren Reiterei verblieb bis um 1540 in militärischem Gebrauch. Für die Dekoration dieser prunkvollen Streitaxt, die für den Bruder Kaiser Karls V., den späteren Kaiser Ferdinand I., angefertigt wurde, bediente man sich der Dekorationstechnik des Goldschmelzes, die wegen ihre schwierigen Handhabung bald nach der Entstehungszeit dieser Waffe wieder aufgegeben wurde. Bei dieser Form der Dekoration wurde zuerst die eiserne Fläche der Waffe mittels eines Pinsels mit Deckgrund übermalt. Dann kratzte man die mit Goldschmelz zu versehenden Partien aus, und die Oberfläche wurde mit einer Flüssigkeit leicht angeätzt. Die angeätzten Flächenteile wurden danach verkupfert, um eine Verbindung zwischen Gold und Eisen zu ermöglichen. Nach der Entfernung des Deckgrundes wurde Amalgamgold auf die angeätzten und verkupferten Flächen aufgetragen und das im Amalgam erhaltene Quecksilber durch Erhitzen zum Verdampfen gebracht. Dies geschah so oft, bis die geätzten Gruben mit dem Goldschmelz ausgefüllt waren. Anschließend wurde das Gold poliert, und die blanken Eisenteile wurden durch Erhitzen gebläut.


Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts war der Streithammer eine bei der Reiterei zunehmend beliebte Waffe, die entweder am Sattelknopf oder am Gürtel getragen wurde. Damit die Streithämmer bequemer am Gürtel untergebracht werden konnten, sind viele von ihnen mit Gürtelhaken ausgestattet. Die ganze Wucht eines Schlages mit der Spitze des Hammers konzentrierte sich auf eine sehr kleine Fläche, und man konnte daher mit dieser effizient wirkenden Angriffswaffe dem immer widerstandsfähiger werdenden Plattenharnisch begegnen. Der Streithammer als eine der Hauptwaffen der Schweren Reiterei verblieb bis um 1540 in militärischem Gebrauch. Für die Dekoration dieser prunkvollen Streitaxt, die für den Bruder Kaiser Karls V., den späteren Kaiser Ferdinand I., angefertigt wurde, bediente man sich der Dekorationstechnik des Goldschmelzes, die wegen ihre schwierigen Handhabung bald nach der Entstehungszeit dieser Waffe wieder aufgegeben wurde. Bei dieser Form der Dekoration wurde zuerst die eiserne Fläche der Waffe mittels eines Pinsels mit Deckgrund übermalt. Dann kratzte man die mit Goldschmelz zu versehenden Partien aus, und die Oberfläche wurde mit einer Flüssigkeit leicht angeätzt. Die angeätzten Flächenteile wurden danach verkupfert, um eine Verbindung zwischen Gold und Eisen zu ermöglichen. Nach der Entfernung des Deckgrundes wurde Amalgamgold auf die angeätzten und verkupferten Flächen aufgetragen und das im Amalgam erhaltene Quecksilber durch Erhitzen zum Verdampfen gebracht. Dies geschah so oft, bis die geätzten Gruben mit dem Goldschmelz ausgefüllt waren. Anschließend wurde das Gold poliert, und die blanken Eisenteile wurden durch Erhitzen gebläut.
Besitzer/in:
Ferdinand I. (1521-1564), Erzherzog, seit 1531 König und seit 1558 Kaiser (1503 - 1564) DNBarrow_outward
Zeit:
um/nach 1526
Objektbezeichnung
Streitaxt
Kultur
Augsburg
Material/Technik:
Axtklinge: Eisen, geschmiedet, teils durchbrochen gearbeitet, teils gebläut, teils feuervergoldet (Goldschmelz). Stiel: Holz. Eisen, teils gebläut, teils feuervergoldet (Goldschmelz). Rosetten: Messing. Griff: Leder.
Maße:
L 76,2 cm x B 18,3 cm x T 5,1 cm
Gewicht: 1,2 kg
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 387
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