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Hockerstatue des Nimlot
22. Dynastie, Zeit Osorkons I., 910-896 v. Chr.
Die Statue zeigt einen hockenden Mann in einem engen knöchellangen Gewand. Er hat die Arme auf die aufgestellten Knie gelegt. In der linken Hand hält er ein Lattichbüschel. Die Augen des Mannes, die heute geschlossen wirken, waren ursprünglich schwarz bemalt, worauf Farbspuren schließen lassen. Die glatte Perücke läßt nur die Ohrläppchen unbedeckt. Ein kurzer glatter Kinnbart liegt auf dem vom Körper, den Armen und Beinen gebildeten Würfel auf. Wie es bei den meisten Hockerstatuen, die ab dem Mittleren Reich auftreten, üblich ist, sind die vier Seitenflächen des Würfels mit Inschriften bedeckt. Zusätzlich sind auf drei Seiten Darstellungen von Göttern in versenktem Relief angebracht: Vorne Amun-Re, rechts Re-Harachte und links Ptah. Die Texte beinhalten Gebete und Bitten an die Götter und den Namen des Statuenbesitzers. Es handelt sich um Nimlot, einen der Söhne Scheschonks I., des ersten Königs der 22. Dynastie. Der älteste Bruder des Nimlot, Osorkon I., war dessen Nachfolger auf dem Thron. Der zweite Bruder wurde zum Hohepriester des Amun in Theben gemacht. Nimlot wurde von seinem Vater an die Spitze des ägyptischen Heeres gestellt. Auf dieser Hockerstatue werden allerdings weder der Vater, noch die Brüder genannt, sondern es werden nur die Verwandschaftsverhältnisse mütterlicherseits angegeben. Vom hohen religiösen Engagement Nimlots neben seiner Tätigkeit als Heerführer zeugen verschiedene Denkmäler in Ägypten. Da die Inschriften auf dieser Skulptur überwiegend auf Heliopolis und seine Götter Bezug nehmen, kann dieser Ort als ursprünglicher Standort der Hockerstatue angenommen werden.









Die Statue zeigt einen hockenden Mann in einem engen knöchellangen Gewand. Er hat die Arme auf die aufgestellten Knie gelegt. In der linken Hand hält er ein Lattichbüschel. Die Augen des Mannes, die heute geschlossen wirken, waren ursprünglich schwarz bemalt, worauf Farbspuren schließen lassen. Die glatte Perücke läßt nur die Ohrläppchen unbedeckt. Ein kurzer glatter Kinnbart liegt auf dem vom Körper, den Armen und Beinen gebildeten Würfel auf. Wie es bei den meisten Hockerstatuen, die ab dem Mittleren Reich auftreten, üblich ist, sind die vier Seitenflächen des Würfels mit Inschriften bedeckt. Zusätzlich sind auf drei Seiten Darstellungen von Göttern in versenktem Relief angebracht: Vorne Amun-Re, rechts Re-Harachte und links Ptah. Die Texte beinhalten Gebete und Bitten an die Götter und den Namen des Statuenbesitzers. Es handelt sich um Nimlot, einen der Söhne Scheschonks I., des ersten Königs der 22. Dynastie. Der älteste Bruder des Nimlot, Osorkon I., war dessen Nachfolger auf dem Thron. Der zweite Bruder wurde zum Hohepriester des Amun in Theben gemacht. Nimlot wurde von seinem Vater an die Spitze des ägyptischen Heeres gestellt. Auf dieser Hockerstatue werden allerdings weder der Vater, noch die Brüder genannt, sondern es werden nur die Verwandschaftsverhältnisse mütterlicherseits angegeben. Vom hohen religiösen Engagement Nimlots neben seiner Tätigkeit als Heerführer zeugen verschiedene Denkmäler in Ägypten. Da die Inschriften auf dieser Skulptur überwiegend auf Heliopolis und seine Götter Bezug nehmen, kann dieser Ort als ursprünglicher Standort der Hockerstatue angenommen werden.
Zeit:
22. Dynastie, Zeit Osorkons I., 910-896 v. Chr.
Objektbezeichnung
Statue
Kultur
Ägyptisch
Fundort:
Heliopolis (vermutlich)
Material/Technik:
Basalt, braun
Maße:
H 77,5 cm, B 35 cm, T 35,5 cm, G 175 kg
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Ägyptisch - Orientalische Sammlung
Inv. Nr.
Ägyptische Sammlung, INV 5791
Provenienz
1878 aus der Sammlung Miramar übernommen
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