Vasen in Olympia. Zur Funktion figürlich bemalter Keramik in griechischen Heiligtümern
Vortrag von Martin Bentz, Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Universität Bonn, Abteilung Klassische Archäologie
Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der 15. Tagung des Österreichischen CVA-Arbeitskreises, Keramik und Kontext: Produktion – Konsum – Rezeption, vom 15. bis 16. Jänner 2026 im Kunsthistorischen Museum.
(in German language)

Welche Rolle spielte figürlich bemalte Keramik in den griechischen Heiligtümern?
Die vollständige Publikation der rotfigurigen Keramik aus Olympia ist Anlass für eine erneute Reflektion – die Funde zeigen ungewohnte Formen des Gebrauchs. Doch welche Funktionen erfüllten die Gefäße tatsächlich – dienten sie als Weihgeschenk, kamen sie bei kultischen Handlungen oder Mahlzeiten zum Einsatz, oder waren sie für die profane Nutzung der Besucher bestimmt? Zugleich stellt sich die Frage, worauf Veränderungen der Konsumptionsmuster und die Etablierung neuer Keramikproduktionen vor allem zurückzuführen sind – auf die Konsumenten, auf veränderte historische und ökonomische Rahmenbedingungen oder auf rituellen Bedarf.
Unter Berücksichtigung der Fundkontexte, der Formen und Bildprogramme, unter Einbeziehung anderer Keramikgattungen sowie archäometrischer Methoden geht Martin Bentz in seinem Abendvortrag im Rahmen der 15. Tagung des Österreichischen CVA-Arbeitskreises den Fragen auf den Grund.