Save object
You may download and use the image for private purposes. Nutzungsbedingungen & AGBs
To request to use the image for commercial or academic purposes, please send us a reproduction request
Save object
You may download and use the image for private purposes. Nutzungsbedingungen & AGBs
To request to use the image for commercial or academic purposes, please send us a reproduction request
Save object
You may download and use the image for private purposes. Nutzungsbedingungen & AGBs
To request to use the image for commercial or academic purposes, please send us a reproduction request
Negauer Helm mit Harigast-Inschrift
1. Hälfte 5. Jh. v. Chr.
Der mit Reihen von eingepunzten Ornamenten geschmückte Bronzehelm zählt zu den ältesten Negauer Helmen aus dem Depotfund von Ženjak-Negau (Helm "B"). Seine Berühmtheit verdankt er der Inschrift, die in einem norditalischen, vermutlich venetischen oder rätischen, Alphabet in die Krempe eingeritzt wurde. Der Zeitpunkt der Anbringung ist unbekannt. Die von rechts nach links geschriebene (Besitzer-?)Inschrift "harigastiteiva" nennt den vermutlich germanischen Namen Harigast(i) und zählt damit zu den ältesten bekannten germanischen Sprachdenkmälern. "Teiva" ist wahrscheinlich als zweiter Name desselben Mannes zu deuten. Das Textende markieren drei Schrägstriche, gefolgt von zwei Füllzeichen. An zwei weiteren Stellen an der Krempe sind die Zeichenfolgen "IIXIIX" eingeritzt. Die Bedeutung ist unklar, vielleicht handelt es sich um Zahlzeichen oder Eigentums- bzw. Herstellermarken.



Der mit Reihen von eingepunzten Ornamenten geschmückte Bronzehelm zählt zu den ältesten Negauer Helmen aus dem Depotfund von Ženjak-Negau (Helm "B"). Seine Berühmtheit verdankt er der Inschrift, die in einem norditalischen, vermutlich venetischen oder rätischen, Alphabet in die Krempe eingeritzt wurde. Der Zeitpunkt der Anbringung ist unbekannt. Die von rechts nach links geschriebene (Besitzer-?)Inschrift "harigastiteiva" nennt den vermutlich germanischen Namen Harigast(i) und zählt damit zu den ältesten bekannten germanischen Sprachdenkmälern. "Teiva" ist wahrscheinlich als zweiter Name desselben Mannes zu deuten. Das Textende markieren drei Schrägstriche, gefolgt von zwei Füllzeichen. An zwei weiteren Stellen an der Krempe sind die Zeichenfolgen "IIXIIX" eingeritzt. Die Bedeutung ist unklar, vielleicht handelt es sich um Zahlzeichen oder Eigentums- bzw. Herstellermarken.
Time:
1. Hälfte 5. Jh. v. Chr.
Culture
Prähistorisch
Location of discovery:
Negau-Obrat (heute Ženjak, Slowenien)
Material/technology:
Bronze, gegossen und nachgetrieben
Dimensions:
H. 20,6 cm, Dm. 23,5 × 25,4 cm, Gew. 1352 g
Copyright
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Invs.
Antikensammlung, VI 1660
Provenance
Denzel, Kupferschmied in Marburg; Slatschek, Jurij (Finder); 1811 Kauf
Browse more
Similar items you might be interested in

Negauer Helm mit Inschriften Prähistorisch, La Tène-Zeit 2. Hälfte 5. - Anfang 4. Jh. v. Chr.

Kameo: Porträtbüste des Kaisers Claudius Römisch, Frühe Kaiserzeit 41 - 54 n. Chr.

Stierkopfschale: Stierkopfschale Frühes Mittelalter 7. - 9. Jh. n. Chr. (2. Hälfte 8. Jh. n. Chr.?)

Fibel: Prunkfibel Völkerwanderungszeit, Ostgermanisch Anfang 5. Jh. n. Chr.

Medaillonkrug: Medaillonkrug Frühes Mittelalter 7. - 9. Jh. n. Chr. (1. Hälfte 8. Jh. n. Chr.?)

Goldkette mit 52 Anhängern: Goldkette mit 52 Anhängern Völkerwanderungszeit, Ostgermanisch (gepidisch?) Deponierung etwa 2. Viertel 5. Jh. n. Chr.

Glaskameo des Herophilos: Porträt des Drusus maior Römisch, Frühe Kaiserzeit um 20 n. Chr.

Kameo: Kaiser Caligula und Roma Römisch, Frühe Kaiserzeit 38 - 41 n. Chr.

Porträtbüste: Knabe Römisch, Mittlere Kaiserzeit 1. Viertel 2. Jh. n. Chr.










