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Herakles und Busiris
um 510 v. Chr.
Der ägyptische König Busiris opferte der Sage nach alle Fremden dem Zeus. Als Herakles nach Ägypten kam, ließ er sich gefesselt zum Altar führen, zerriss die Bande und tötete Busiris und sein Gefolge. Die Bestrafung des Königs zeigt das Hauptbild in farbenfroher Fülle und Naivität: Der riesenhafte stämmige Herakles erschlägt seine Gegner, die das ägyptische Fransengewand tragen. Er packt sie am Knöchel, tritt ihnen mit den Füßen ins Genick und würgt sie mit den Armbeugen. Der auf den Stufen des Altares liegende Busiris trägt im Haar ein Diadem in Form der Uräusschlange. Auf der Rückseite erscheinen die Hilfstruppen des Königs. Der untere Figurenfries zeigt eine Jagdszene, vielleicht die kalydonische Eberjagd. Hauptwerk des nach der Wiener Hydria benannten Busiris-Malers. Das dreihenkelige Wassergefäß (Hydria) gehört zu einer kleinen Gruppe von Gefäßen, die als eine der originellsten Gattungen innerhalb der griechischen Keramik eine Sonderstellung einnehmen und nach dem Hauptfundort, der etruskischen Stadt Caere, als Caeretaner Hydrien bezeichnet werden. Sie wurden im späten 6. Jh. v. Chr. in einer nach Etrurien ausgewanderten ostionisch-griechischen Werkstatt hergestellt. Als Maler der heute erhaltenen 40 Hydrien bzw. Hydria-Fragmente werden der ältere Adler-Maler und der jüngere Busiris-Maler unterschieden.















Der ägyptische König Busiris opferte der Sage nach alle Fremden dem Zeus. Als Herakles nach Ägypten kam, ließ er sich gefesselt zum Altar führen, zerriss die Bande und tötete Busiris und sein Gefolge. Die Bestrafung des Königs zeigt das Hauptbild in farbenfroher Fülle und Naivität: Der riesenhafte stämmige Herakles erschlägt seine Gegner, die das ägyptische Fransengewand tragen. Er packt sie am Knöchel, tritt ihnen mit den Füßen ins Genick und würgt sie mit den Armbeugen. Der auf den Stufen des Altares liegende Busiris trägt im Haar ein Diadem in Form der Uräusschlange. Auf der Rückseite erscheinen die Hilfstruppen des Königs. Der untere Figurenfries zeigt eine Jagdszene, vielleicht die kalydonische Eberjagd. Hauptwerk des nach der Wiener Hydria benannten Busiris-Malers. Das dreihenkelige Wassergefäß (Hydria) gehört zu einer kleinen Gruppe von Gefäßen, die als eine der originellsten Gattungen innerhalb der griechischen Keramik eine Sonderstellung einnehmen und nach dem Hauptfundort, der etruskischen Stadt Caere, als Caeretaner Hydrien bezeichnet werden. Sie wurden im späten 6. Jh. v. Chr. in einer nach Etrurien ausgewanderten ostionisch-griechischen Werkstatt hergestellt. Als Maler der heute erhaltenen 40 Hydrien bzw. Hydria-Fragmente werden der ältere Adler-Maler und der jüngere Busiris-Maler unterschieden.
Zeit:
um 510 v. Chr.
Objektbezeichnung
Hydria
Kultur
Griechisch
Fundort:
Caere (Cerveteri, Italien)
Material/Technik:
Ton
Maße:
H. 45,5 cm, Dm. 39,8 cm, 5,83 kg
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, IV 3576
Provenienz
Oesterr. Museum Wien; aus Slg. A., Castellani, Rom; 1940 Übernahme; 1941 inventarisiert
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