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Statuette, Kleinbronze, Bronze, Baumstamm mit Vögel
Ende 16. Jahrhundert | Caspar Gras
Im Ambraser Inventar von 1788 werden die vier Vögel als zu einem nach der Natur gegossenen, bergförmigen Baumstamm gehörig bezeichnet, der neben einer Fünfergruppe von Vögeln und zwei Einzelstücken auch im Nachlassinventar Erzherzog Ferdinands II. von 1596 erwähnt ist: "Ain von metall gossnes vögele, steht auf dem lingen fuesz und helt den rechten über sich. Mer ein metalnes vögele ohne fuesz. Funf steende gegossne vögelen. Auf der sechsten Stell: Mer ein metal, gegossen wie ain perg". Diese Textstelle belegt, dass Stamm und Vögel ursprünglich nicht zusammen montiert waren. Bei genauerer Betrachtung erinnert der 1788 als Baumstamm bezeichnete "perg" eher an einen Korallenstock. Auch ob die sehr naturalistisch gestalteten Vögel tatsächlich nach der Natur gegossen sind, lässt sich nicht mehr eindeutig feststellen. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu den Vögeln am 1619 vollendeten Denkmal Erzherzog Maximilians III. im Innsbrucker Dom, das reich mit verschiedensten Naturabgüssen geschmückt ist, wurden sie lange dem aus Mergentheim stammenden, in Innsbruck tätigen Bronzegießer Caspar Gras zugeschrieben. Da sie sich aber schon zu einer Zeit im Besitz Erzherzog Ferdinands II. befanden, zu der Gras noch gar nicht in Innsbruck lebte (er übersiedelte erst 1602 im Gefolge Maximilians hierher), ist diese Annahme nicht haltbar. Möglicherweise kannte Gras die Ambraser Vögel jedoch und verwendete sie als Vorbilder für diejenigen des Grabmals von Maximilian III. Ob die Vogelfiguren auf den Mauerbrüstungen im Park von Schloss Ambras beziehungsweise denjenigen der Innsbrucker Hofburg standen oder reine Kunstkammerstücke waren, lässt sich ebenfalls nicht mit Gewissheit sagen.

Im Ambraser Inventar von 1788 werden die vier Vögel als zu einem nach der Natur gegossenen, bergförmigen Baumstamm gehörig bezeichnet, der neben einer Fünfergruppe von Vögeln und zwei Einzelstücken auch im Nachlassinventar Erzherzog Ferdinands II. von 1596 erwähnt ist: "Ain von metall gossnes vögele, steht auf dem lingen fuesz und helt den rechten über sich. Mer ein metalnes vögele ohne fuesz. Funf steende gegossne vögelen. Auf der sechsten Stell: Mer ein metal, gegossen wie ain perg". Diese Textstelle belegt, dass Stamm und Vögel ursprünglich nicht zusammen montiert waren. Bei genauerer Betrachtung erinnert der 1788 als Baumstamm bezeichnete "perg" eher an einen Korallenstock. Auch ob die sehr naturalistisch gestalteten Vögel tatsächlich nach der Natur gegossen sind, lässt sich nicht mehr eindeutig feststellen. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu den Vögeln am 1619 vollendeten Denkmal Erzherzog Maximilians III. im Innsbrucker Dom, das reich mit verschiedensten Naturabgüssen geschmückt ist, wurden sie lange dem aus Mergentheim stammenden, in Innsbruck tätigen Bronzegießer Caspar Gras zugeschrieben. Da sie sich aber schon zu einer Zeit im Besitz Erzherzog Ferdinands II. befanden, zu der Gras noch gar nicht in Innsbruck lebte (er übersiedelte erst 1602 im Gefolge Maximilians hierher), ist diese Annahme nicht haltbar. Möglicherweise kannte Gras die Ambraser Vögel jedoch und verwendete sie als Vorbilder für diejenigen des Grabmals von Maximilian III. Ob die Vogelfiguren auf den Mauerbrüstungen im Park von Schloss Ambras beziehungsweise denjenigen der Innsbrucker Hofburg standen oder reine Kunstkammerstücke waren, lässt sich ebenfalls nicht mit Gewissheit sagen.
Vormals zugeschrieben an:
Caspar Gras (1585 Mergentheim - 1674 Schwaz; tätig in Innsbruck) DNBarrow_outward
Zeit:
Ende 16. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Statuette, Kleinbronze, Bronze, Baumstamm mit Vögel
Kultur
Florenz (?), Padua (?)
Maße:
H. 40,5 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Inv. Nr.
Kunstkammer, 6003
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