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Herkules, Nessus und Dejanira
zwischen 1602 und 1607 | Hubert Gerhard
Der lüsterne Nessus hatte Dejanira, die Gemahlin des Herkules, entführt und war mit ihr auf dem Rücken über einen Fluss geflüchtet. Doch Herkules stellte den Kentauren und traf ihn mit einem vergifteten Pfeil. Hubert Gerhard stellt das glückliche Ende des griechischen Mythos dar: Herkules nimmt seine Gemahlin wieder zu sich, der Entführer liegt am Boden. Zwei Sieger über einem Verlierer in einer allansichtigen Gruppe anzuordnen, war eine Herausforderung, der sich auch die anderen berühmten Hofkünstler der Zeit stellten: Giovanni Bologna schuf in Florenz und Adrian de Vries in Prag ganz ähnliche Kompositionen. Über Boten, Berichte und Zeichnungen erfuhren die hoch bezahlten und untereinander konkurrierenden Künstler von den Werken des jeweils anderen. Die Bronze stammt nachweislich aus der Kunstkammer Kaiser Rudolfs II., denn sie ist im Prager Inventar von 1607/11 erwähnt. Aus Briefen wissen wir, dass sie auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers in Innsbruck gefertigt wurde. Dort am Hof Maximilians III., des Bruders des Kaisers, war Hubert Gerhard in jenen Jahren als Hofbildhauer angestellt.

Der lüsterne Nessus hatte Dejanira, die Gemahlin des Herkules, entführt und war mit ihr auf dem Rücken über einen Fluss geflüchtet. Doch Herkules stellte den Kentauren und traf ihn mit einem vergifteten Pfeil. Hubert Gerhard stellt das glückliche Ende des griechischen Mythos dar: Herkules nimmt seine Gemahlin wieder zu sich, der Entführer liegt am Boden. Zwei Sieger über einem Verlierer in einer allansichtigen Gruppe anzuordnen, war eine Herausforderung, der sich auch die anderen berühmten Hofkünstler der Zeit stellten: Giovanni Bologna schuf in Florenz und Adrian de Vries in Prag ganz ähnliche Kompositionen. Über Boten, Berichte und Zeichnungen erfuhren die hoch bezahlten und untereinander konkurrierenden Künstler von den Werken des jeweils anderen. Die Bronze stammt nachweislich aus der Kunstkammer Kaiser Rudolfs II., denn sie ist im Prager Inventar von 1607/11 erwähnt. Aus Briefen wissen wir, dass sie auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers in Innsbruck gefertigt wurde. Dort am Hof Maximilians III., des Bruders des Kaisers, war Hubert Gerhard in jenen Jahren als Hofbildhauer angestellt.
Künstler/in:
Hubert Gerhard (um 1545/50 s'Hertogenbosch - 1620 München) DNBarrow_outward
Zeit:
zwischen 1602 und 1607
Objektbezeichnung
Statuette; Bronzeplastik; Kleinbronze
Kultur
Innsbruck
Material/Technik:
Bronze
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Inv. Nr.
Kunstkammer, 5979
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