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Bischof, Reliquienbüste, Kirchenvater Augustinus ?, Hl. Dionysius von Paris ?

16. Jahrhundert

Die Büste eines Bischofs diente als Reliquiar. Der Wert der Reliquien übertraf in den Augen der Gläubigen den des Kunstwerkes bei weitem. Als eine besondere Art entstand das sogenannte »redende Reliquiar«, dessen äußere Gestalt sich unmittelbar auf die darin eingeschlossene Reliquie bezog. Am häufigsten waren Büstenreliquiare, in denen der Heilige dem Gläubigen quasi von Angesicht zu Angesicht erschien.Die Büste stellt möglicherweise den Kirchenvater Augustinus dar, der als einer der bedeutendsten Theologen seiner Zeit galt. Sein bekanntestes Werk sind die autobiographischen »Confessiones« (Bekenntnisse), geschrieben um 400, in denen er sein frühes Leben und seine Bekehrung darlegte. Aufgrund der Ikonographie des abgeschlagenen Kopfes, könnte es sich hier aber auch um die Darstellung des Hl. Dionysius von Paris handeln.

Die Büste eines Bischofs diente als Reliquiar. Der Wert der Reliquien übertraf in den Augen der Gläubigen den des Kunstwerkes bei weitem. Als eine besondere Art entstand das sogenannte »redende Reliquiar«, dessen äußere Gestalt sich unmittelbar auf die darin eingeschlossene Reliquie bezog. Am häufigsten waren Büstenreliquiare, in denen der Heilige dem Gläubigen quasi von Angesicht zu Angesicht erschien.Die Büste stellt möglicherweise den Kirchenvater Augustinus dar, der als einer der bedeutendsten Theologen seiner Zeit galt. Sein bekanntestes Werk sind die autobiographischen »Confessiones« (Bekenntnisse), geschrieben um 400, in denen er sein frühes Leben und seine Bekehrung darlegte. Aufgrund der Ikonographie des abgeschlagenen Kopfes, könnte es sich hier aber auch um die Darstellung des Hl. Dionysius von Paris handeln.

Zeit:
16. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Reliquienbüste, Kirchenvater Augustinus ?, Hl. Dionysius von Paris

Kultur
Deutsch

Material/Technik:
Holz, gefasst

Maße:
H. 60 cm

Bildrecht
Schloss Ambras Innsbruck

Inv. Nr.
Schloss Ambras Innsbruck, PA 135

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