Zwischen Schönheit und Schrecken - Elfenbein auf den Zahn gefühlt
Führung mit Magdalena Ölzant | In deutscher Sprache
Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen Sie auch ein Eintrittsticket!

Phönix, Furienmeister, um 1610/20
Die Figur des Vogels, der als Phönix gedeutet wird, demonstriert das für fürstliche Kunst- und Schatzkammern charakteristische Spannungsverhältnis zwischen Natur und Kunst. Der Meister verwandelte den glatten Elefantenzahn in ein struppiges Gefieder und setzte auch sonst der üblichen Betonung der seidig schimmernden Oberfläche des Elfenbeins die virtuose Differenzierung unterschiedlicher Stofflichkeit entgegen.
Titel:
Phönix
Künstler/in:
Furienmeister (tätig in Salzburg (?) 1. Viertel 17. Jahrhundert)
Zeit:
um 1610/20
Infos zur Führung
Kaum ein anderes Material fasziniert und polarisiert bis heute so stark wie Elfenbein. Kunstwerke daraus bezaubern durch ihre Schönheit, zugleich steht ihre fatale Entstehungsgeschichte „wie ein Elefant im Raum“. Sammlungsobjekte aus Elfenbein stecken voller Symbolik und erzählen von künstlerischer Raffinesse ebenso wie von der Verantwortung eines Museums als lebendige Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Bei dieser Führung wird die Ausstellung "Kunstkammer Wien" besucht.
Treffpunkt
Eingangshalle des Kunsthistorischen Museums
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Wichtiges zum Besuch
Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Kunsthistorischen Museum!
