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Treuering mit Inschrift
337 - 350 n. Chr.
Der massive Goldring hat eine rechteckige Ringplatte mit geschlossenem bandförmigem Reif und geraden Kanten. Die Ringplatte hebt sich nur durch eine leichte Erhöhung und Verstärkung des Reifs an dieser Stelle ab. Die Wörter der lateinischen Inschrift sind gleichmäßig auf den Ring verteilt: an zentraler Stelle auf der Platte liest man: FIDEM, auf dem Reif: D N CONSTANTI AUGUSTO N A.Es handelt sich hier um ein Einzelstück eines sogenannten Treueringes aus konstantinischer Zeit mit der lateinischen Inschrift: FIDEM D(omino) N(ostro) CONSTANTI AUGUSTO N(ovo) A(nno), die mit „Treue unserem Herrn, dem Kaiser Constans, zum Neuen Jahr“ übersetzt wird. Die Wunschformel bezieht sich auf den jüngsten Sohn Konstantins I. Dieser wurde nach dem Tod seines Vaters am 9. Sept. 337 in Viminacium zum Augustus ernannt (gemeinsam mit seinen Brüdern Constantius II. und Constantinus II.) und erhielt Illyricum, Italien und Africa zugeteilt; er starb 350. Wir wissen, daß sich Constans I. zu Neujahr 340 in Naissus (Nis), nicht weit entfernt von Viminacium (an der unteren Donau, in der Provinz Moesia I. gelegen), dem Fundort des Ringes, aufgehalten hat - vielleicht wurde der Ring zu diesem Anlass hergestellt und verschenkt. Der Ring könnte aber auch schon früher, etwa anläßlich des Kaisertreffens in Viminacium im Jahr 338, erzeugt worden sein.Das römische Neujahrsfest wurde traditionell im gesamten Imperium gefeiert, spätestens seit der Kalenderreform Caesars ist der erste Jänner (die Kalendae Ianuariae) offiziell der Tag des Amtsantritts der Consuln, verbunden mit Opfern, Geschenken und Verteilung von Geld an das Volk, außerdem mit öffentlichen Wünschen und Loyalitätsbezeugungen für das Herrscherhaus (vota publica). (M. Laubenberger)





Der massive Goldring hat eine rechteckige Ringplatte mit geschlossenem bandförmigem Reif und geraden Kanten. Die Ringplatte hebt sich nur durch eine leichte Erhöhung und Verstärkung des Reifs an dieser Stelle ab. Die Wörter der lateinischen Inschrift sind gleichmäßig auf den Ring verteilt: an zentraler Stelle auf der Platte liest man: FIDEM, auf dem Reif: D N CONSTANTI AUGUSTO N A.Es handelt sich hier um ein Einzelstück eines sogenannten Treueringes aus konstantinischer Zeit mit der lateinischen Inschrift: FIDEM D(omino) N(ostro) CONSTANTI AUGUSTO N(ovo) A(nno), die mit „Treue unserem Herrn, dem Kaiser Constans, zum Neuen Jahr“ übersetzt wird. Die Wunschformel bezieht sich auf den jüngsten Sohn Konstantins I. Dieser wurde nach dem Tod seines Vaters am 9. Sept. 337 in Viminacium zum Augustus ernannt (gemeinsam mit seinen Brüdern Constantius II. und Constantinus II.) und erhielt Illyricum, Italien und Africa zugeteilt; er starb 350. Wir wissen, daß sich Constans I. zu Neujahr 340 in Naissus (Nis), nicht weit entfernt von Viminacium (an der unteren Donau, in der Provinz Moesia I. gelegen), dem Fundort des Ringes, aufgehalten hat - vielleicht wurde der Ring zu diesem Anlass hergestellt und verschenkt. Der Ring könnte aber auch schon früher, etwa anläßlich des Kaisertreffens in Viminacium im Jahr 338, erzeugt worden sein.Das römische Neujahrsfest wurde traditionell im gesamten Imperium gefeiert, spätestens seit der Kalenderreform Caesars ist der erste Jänner (die Kalendae Ianuariae) offiziell der Tag des Amtsantritts der Consuln, verbunden mit Opfern, Geschenken und Verteilung von Geld an das Volk, außerdem mit öffentlichen Wünschen und Loyalitätsbezeugungen für das Herrscherhaus (vota publica). (M. Laubenberger)
Zeit:
337 - 350 n. Chr.
Objektbezeichnung
Fingerring
Kultur
Römisch
Fundort:
Viminacium (Kostolac, Jugoslawien)
Material/Technik:
Gold
Maße:
Dm. Gewicht: 2,8 cm, 17,4 g
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, VII 747
Provenienz
Hollitzer, Carl, Deutsch Altenburg; 1884 Geschenk
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