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Sogenannte "Orsini - Bombe"
Diese eiförmige Handgranate aus Stahl ist mit zehn Pistons besetzt, auf die die Zündhütchen der Granate aufgesetzt wurden. Der Hohlkörper konnte durch eine Öffnung an der Unterseite mit Kugeln und Pulver gefüllt werden. Verschlossen ist dieses Loch durch eine Schraube.
Diese Art von Bombe ist nach dem italienischen Revolutionär Felice Orsini benannt, der gemeinsam mit drei weiteren Verschwörern am 14. Januar 1858 in Paris mit mehreren Granaten dieser Art ein Attentat auf Napoleon III., Kaiser von Frankreich, verübte. Das Attentat schlug fehl, der Kaiser blieb unverletzt. Doch die Granaten töteten mehrere Mitglieder der Leibwache des Kaisers, verletzten eine Vielzahl weiterer Menschen und verursachten erheblichen Sachschaden.
Die Verschwörer – neben Orsini waren dies Antonio Gomez, Giuseppe Andrea Pieri und Carlo di Rudio – konnten verhaftet werden. Orsini und Pieri wurden nach einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess am 13. März 1858 hingerichtet. Orsini beschuldigte während des Prozesses Napoleon III., durch dessen mangelnde Unterstützung der Einigungsbestrebungen Italiens die Hauptschuld an der politischen Zerrissenheit des Landes zu tragen.
Unter Eindruck von Orsinis Auftritt vor Gericht intervenierte Napoleon III. im darauffolgenden Jahr gemeinsam mit Sardinien-Piemont in Italien, um die Einigung des Landes zu unterstützen. Die französischen Truppen schlugen im Juni 1859 die österreichische Armee in den Schlachten von Magenta und Solferino. Die folgende Abtretung der Lombardei durch Österreich gab der Einigung Italiens den entscheidenden Impuls.
Die Wiener Bombe trägt die in Tusche geschriebene Inschrift »Verona December 1863«. Sie dürfte wohl von italienischen Unabhängigkeitskämpfern für ein ähnliches, letztlich nicht durchgeführtes Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. vorgesehen gewesen sein.


Diese eiförmige Handgranate aus Stahl ist mit zehn Pistons besetzt, auf die die Zündhütchen der Granate aufgesetzt wurden. Der Hohlkörper konnte durch eine Öffnung an der Unterseite mit Kugeln und Pulver gefüllt werden. Verschlossen ist dieses Loch durch eine Schraube.
Diese Art von Bombe ist nach dem italienischen Revolutionär Felice Orsini benannt, der gemeinsam mit drei weiteren Verschwörern am 14. Januar 1858 in Paris mit mehreren Granaten dieser Art ein Attentat auf Napoleon III., Kaiser von Frankreich, verübte. Das Attentat schlug fehl, der Kaiser blieb unverletzt. Doch die Granaten töteten mehrere Mitglieder der Leibwache des Kaisers, verletzten eine Vielzahl weiterer Menschen und verursachten erheblichen Sachschaden.
Die Verschwörer – neben Orsini waren dies Antonio Gomez, Giuseppe Andrea Pieri und Carlo di Rudio – konnten verhaftet werden. Orsini und Pieri wurden nach einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess am 13. März 1858 hingerichtet. Orsini beschuldigte während des Prozesses Napoleon III., durch dessen mangelnde Unterstützung der Einigungsbestrebungen Italiens die Hauptschuld an der politischen Zerrissenheit des Landes zu tragen.
Unter Eindruck von Orsinis Auftritt vor Gericht intervenierte Napoleon III. im darauffolgenden Jahr gemeinsam mit Sardinien-Piemont in Italien, um die Einigung des Landes zu unterstützen. Die französischen Truppen schlugen im Juni 1859 die österreichische Armee in den Schlachten von Magenta und Solferino. Die folgende Abtretung der Lombardei durch Österreich gab der Einigung Italiens den entscheidenden Impuls.
Die Wiener Bombe trägt die in Tusche geschriebene Inschrift »Verona December 1863«. Sie dürfte wohl von italienischen Unabhängigkeitskämpfern für ein ähnliches, letztlich nicht durchgeführtes Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. vorgesehen gewesen sein.
Besitzer/in:
Franz Joseph I. (1848-1916), Kaiser von Österreich, König von Böhmen und Ungarn (1830 Wien - 1916 Wien) DNBarrow_outward
Zeit:
1863
Objektbezeichnung
Sogenannte "Orsini - Bombe"
Kultur
Italien
Material/Technik:
Eisen, gegossen. Beschriftung: Tinte (?).
Maße:
L: 10,7 cm × B: 10 cm × T: 9,5 cm
Gewicht: 1,2 kg
Beschriftung
auf der Außenseite Inschrift mit Tinte: “Verona December 1863”
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer
Inv. Nr.
Hofjagd- und Rüstkammer, A 1764
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