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Kybele oder Venus Verticordia
um 1605/12 | Nikolaus Pfaff
Seit der Zeit um 1600 begann Elfenbein als Material in Europa wieder an Bedeutung zu gewinnen. Neu in Mode kam die Kunst des Drechselns. Aus München und Dresden erhielt Rudolf II. fürstliche Geschenke. Mit Hans Wecker beschäftigte er aber auch einen eigenen Kammerdrechsler. Bildwerke aus Elfenbein blieben noch selten. Der Bildschnitzer Nikolaus Pfaff schuf für den Kaiser jedoch Statuetten von großer Virtuosität und hohem sinnlichen Reiz.



Seit der Zeit um 1600 begann Elfenbein als Material in Europa wieder an Bedeutung zu gewinnen. Neu in Mode kam die Kunst des Drechselns. Aus München und Dresden erhielt Rudolf II. fürstliche Geschenke. Mit Hans Wecker beschäftigte er aber auch einen eigenen Kammerdrechsler. Bildwerke aus Elfenbein blieben noch selten. Der Bildschnitzer Nikolaus Pfaff schuf für den Kaiser jedoch Statuetten von großer Virtuosität und hohem sinnlichen Reiz.
Künstler/in:
Nikolaus Pfaff (1556? Nürnberg - 1612 Prag) DNBarrow_outward
Zeit:
um 1605/12
Objektbezeichnung
Statuette; Elfenbeinschnitzerei
Kultur
Prag
Material/Technik:
Elfenbein, Ebenholz
Maße:
21,9 cm × 6,5 cm × 3 cm
Beschriftung
Inschrift auf dem Sockel: "VENERI. VERTICORDIAE. SVLPITIA. PATERC(VLI). F.(ILIA) FVL(VII). FLACCI. VXOR. EX. C(YBELAE). PRAECIP(VO). ELEC(TA). CONSECRAVIT." ["Die durch die Gnade der Kybele erwähnte Sulpicia, Tochter des Paterculus, Frau des Fulvius Flaccus, weihte sie (diese Statuette) der Herzenswenderin"]
Neue Interpretation und Übersetzung nach Bartilla 2019:
"VENERI / VERTICORDIAE / SVLPITIA PATERC[VLI] F[ILIAE] / FVL[VII] FLACCI VXOR / EX C[ENTUM] PRAECIP[V ELEC[TA] / CONSECRAVIT"
["Der Venus Verticordia weihte [diese Statue] Sulpicia, die Tochter des Paterculus, Frau de Fulvius Flaccus, aus hundert als vorzügliche auserwählt."]
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Inv. Nr.
Kunstkammer, 4621
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