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Dreigestaltige Hekate
2. - 3. Jh. n. Chr.
Unter Votivreliefs sind Weihgaben an Götter, meist in Form einer Steintafel oder Steinstele zu verstehen, die in Heiligtümern aufgestellt wurden. Hekate ist die griechische Göttin der Wegkreuzungen und Übergänge zwischen Diesseits und Jenseits. Sie ist mit der Magie verbunden und damit Herrin der Zauber-, Spuk- und Hexenwesen. Ihr Kult kam ursprünglich wahrscheinlich aus Kleinasien in die griechisch-römische Welt. Als Hüterin von Orten des Übergangs wurden ihr Statuen aufgestellt, die sie oftmals mit dreigestaltigem Körper zeigen, wodurch sich ihre Wirkungskraft mehrfach entfalten kann. Derart ist sie auch hier im Relief zu sehen: Über dem Unterkörper mit dem langen, faltigen Gewand ist die Mehrgestaltigkeit gut erkennbar: insgesamt sechs Arme sind auszumachen und drei (heute teilweise beschädigte) Köpfe. Die lateinische Inschrift warnt vor der Beschmutzung des Ortes, an dem das Relief einst angebracht war. S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).

Unter Votivreliefs sind Weihgaben an Götter, meist in Form einer Steintafel oder Steinstele zu verstehen, die in Heiligtümern aufgestellt wurden. Hekate ist die griechische Göttin der Wegkreuzungen und Übergänge zwischen Diesseits und Jenseits. Sie ist mit der Magie verbunden und damit Herrin der Zauber-, Spuk- und Hexenwesen. Ihr Kult kam ursprünglich wahrscheinlich aus Kleinasien in die griechisch-römische Welt. Als Hüterin von Orten des Übergangs wurden ihr Statuen aufgestellt, die sie oftmals mit dreigestaltigem Körper zeigen, wodurch sich ihre Wirkungskraft mehrfach entfalten kann. Derart ist sie auch hier im Relief zu sehen: Über dem Unterkörper mit dem langen, faltigen Gewand ist die Mehrgestaltigkeit gut erkennbar: insgesamt sechs Arme sind auszumachen und drei (heute teilweise beschädigte) Köpfe. Die lateinische Inschrift warnt vor der Beschmutzung des Ortes, an dem das Relief einst angebracht war. S. Stoss, in: Seperate but Inseperable: Mythology and Culture of Ancient Greece and Rome. Ausstellungskatalog National Museum of Korea (Seoul 2023).
Zeit:
2. - 3. Jh. n. Chr.
Objektbezeichnung
Votivrelief
Kultur
Römisch
Fundort:
Salona (heute Solin, Dalmatien, Kroatien)
Material/Technik:
Marmor
Maße:
L/H 46 × B 30 × D/T 11 cm
Beschriftung
1.
Quisq(ue) in eo vico stercus non posu- / erit aut non cacaverit aut non me- / iaverit habeat illas propitias; / si neglexerit, viderit
Wer immer in diesem vicus = in dieser Straße/ in diesem Viertel keinen Abfall ablädt oder sich nicht auf die eine oder andere Weise erleichtert, dem sollen jene gnädig sein. Wenn er das aber missachtet, dann wird er schon sehen.
2.
Quisq(ue) in eo vico stercus non posu/erit aut non cacaverit aut non m/iaverit habeat illas propitias / si neglexerit viderit
(lupa.at/9660, Jan. 2021)
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Antikensammlung
Inv. Nr.
Antikensammlung, III 26
Provenienz
unbekannt; 1818 Geschenk; war im bischöflichen Gebäude in Spalato (Split) eingemauert
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