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Deckelpokal; sog. Burgundischer Hofbecher
1453/1467 | Duc Philippe III le Bon de Jean sans Peur Valois
Becher, Deckel, Knauf, Schaft und Sockel dieses prunkvollen Gefäßes bestehen aus klarem, meisterhaft geschliffenem Bergkristall und stellen eine Spitzenleistung mittelalterlichen Hartsteinschliffs dar. Der hohe, konisch geformte Becher und der gewölbte Deckel weisen an ihrer Außenwandung sechzehn Facetten auf, während Knauf, Schaft und Sockel zehnseitig facettiert sind. Die gesamte Oberfläche ist mit runden, regelmäßig angeordneten Schliffmulden verziert. Eine raffinierte Goldmontierung fügt die einzelnen Teile zum Ganzen und verleiht dem Burgundischen Prunkbecher seinen eleganten Umriss, der im Knauf mit den fontänengleich sprühenden und glitzernden Perlen kulminiert. Auf Sockel-, Lippen- und Deckelrand sowie am Ansatz zur reichen Deckelbekrönung zeigt die Goldfassung die persönlichen Embleme Herzog Philipps des Guten, nämlich Feuereisen und funkensprühenden Feuerstein sowie den Kleinbuchstaben "e", der mit seinem Spiegelbild durch eine Kordel verbunden ist. Auf dem Sockel- und Deckelstreifen füllen gebündelte Perlen alternierend mit Juwelen die Zwischenräume, wobei eine für diese Zeit neuartige Diamantenschliff-Konfiguration die heraldische Lilie des Hauses Valois bildet, die jeweils aus fünf Diamanten zusammengesetzt ist. Der Burgundische Hofbecher gelangte aus dem Nachlass Karls des Kühnen in französischen Besitz. König Karl IX. schenkte ihn 1570 zusammen mit dem Salzfass des Benvenuto Cellini, dem Michaelsbecher und der Onyxkanne (Kunsthistorisches Museum, Wien) Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, der den französischen König bei dessen Eheschließung mit einer österreichischen Erzherzogin vertreten hatte.










Becher, Deckel, Knauf, Schaft und Sockel dieses prunkvollen Gefäßes bestehen aus klarem, meisterhaft geschliffenem Bergkristall und stellen eine Spitzenleistung mittelalterlichen Hartsteinschliffs dar. Der hohe, konisch geformte Becher und der gewölbte Deckel weisen an ihrer Außenwandung sechzehn Facetten auf, während Knauf, Schaft und Sockel zehnseitig facettiert sind. Die gesamte Oberfläche ist mit runden, regelmäßig angeordneten Schliffmulden verziert. Eine raffinierte Goldmontierung fügt die einzelnen Teile zum Ganzen und verleiht dem Burgundischen Prunkbecher seinen eleganten Umriss, der im Knauf mit den fontänengleich sprühenden und glitzernden Perlen kulminiert. Auf Sockel-, Lippen- und Deckelrand sowie am Ansatz zur reichen Deckelbekrönung zeigt die Goldfassung die persönlichen Embleme Herzog Philipps des Guten, nämlich Feuereisen und funkensprühenden Feuerstein sowie den Kleinbuchstaben "e", der mit seinem Spiegelbild durch eine Kordel verbunden ist. Auf dem Sockel- und Deckelstreifen füllen gebündelte Perlen alternierend mit Juwelen die Zwischenräume, wobei eine für diese Zeit neuartige Diamantenschliff-Konfiguration die heraldische Lilie des Hauses Valois bildet, die jeweils aus fünf Diamanten zusammengesetzt ist. Der Burgundische Hofbecher gelangte aus dem Nachlass Karls des Kühnen in französischen Besitz. König Karl IX. schenkte ihn 1570 zusammen mit dem Salzfass des Benvenuto Cellini, dem Michaelsbecher und der Onyxkanne (Kunsthistorisches Museum, Wien) Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, der den französischen König bei dessen Eheschließung mit einer österreichischen Erzherzogin vertreten hatte.
Besitzer/in:
Duc Philippe III le Bon de Jean sans Peur Valois (1396 - 1467) DNBarrow_outward
Zeit:
1453/1467
Objektbezeichnung
Gefäß; Deckelpokal
Kultur
Burgundisch - Niederländisch
Material/Technik:
Bergkristall, Gold, Körperschmelz (émail en ronde-bosse) mit aufgeschmolzenen Goldappliken, Grubenschmelz (émail champlevé), Punktpunzierungen (pointillé), Perlen, Diamanten, Rubine
Maße:
H. 46 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Inv. Nr.
Kunstkammer, 27
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