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Danae
1540-1550 | Francesco Primaticcio
Der Wandbehang mit der Darstellung der Danae ist Bestandteil einer sechsteiligen Tapisserienserie. Die junge Frau wurde von ihrem Vater, König Akrisios von Argos auf der Peloponnes, gemeinsam mit ihrer Amme gefangen gesetzt, da das Orakel von Delphi dem König den durch seinen Enkel gewaltsam herbeigeführten Tod vorausgesagt hatte. In Form eines Goldregens gelang es Zeus jedoch, zu der schönen Danae vorzudringen und Perseus zu zeugen. Die Serie entstand im Auftrag des französischen Königs Franz I. Als Grundlage dienten nicht etwa eigens angefertigte Entwürfe, sondern Darstellungen an der Südwand der Großen Galerie im Schloss Fontainebleau. Bei der Umsetzung in das textile Medium wurde die gesamte Wandabwicklung berücksichtigt. Jede Tapisserie zeigt daher nicht nur das jeweilige Fresko, sondern zugleich auch die rahmenden Stuckarbeiten, das Konsolgesims und im Ansatz die hölzerne Deckenkonstruktion. Der auf diese Weise entstehende Trompe-l'œil-Effekt ist in der französischen Tapisserienproduktion des 16. Jahrhunderts einzigartig. Aus: Das Kunsthistorische Museum in Wien, Prestel Museumsführer, München/Berlin/London/New York 2007, 118 (Katja Schmitz-von Ledebur).

Der Wandbehang mit der Darstellung der Danae ist Bestandteil einer sechsteiligen Tapisserienserie. Die junge Frau wurde von ihrem Vater, König Akrisios von Argos auf der Peloponnes, gemeinsam mit ihrer Amme gefangen gesetzt, da das Orakel von Delphi dem König den durch seinen Enkel gewaltsam herbeigeführten Tod vorausgesagt hatte. In Form eines Goldregens gelang es Zeus jedoch, zu der schönen Danae vorzudringen und Perseus zu zeugen. Die Serie entstand im Auftrag des französischen Königs Franz I. Als Grundlage dienten nicht etwa eigens angefertigte Entwürfe, sondern Darstellungen an der Südwand der Großen Galerie im Schloss Fontainebleau. Bei der Umsetzung in das textile Medium wurde die gesamte Wandabwicklung berücksichtigt. Jede Tapisserie zeigt daher nicht nur das jeweilige Fresko, sondern zugleich auch die rahmenden Stuckarbeiten, das Konsolgesims und im Ansatz die hölzerne Deckenkonstruktion. Der auf diese Weise entstehende Trompe-l'œil-Effekt ist in der französischen Tapisserienproduktion des 16. Jahrhunderts einzigartig. Aus: Das Kunsthistorische Museum in Wien, Prestel Museumsführer, München/Berlin/London/New York 2007, 118 (Katja Schmitz-von Ledebur).
Entwurf:
Francesco Primaticcio (1504 Bologna - 1570 Paris) DNBarrow_outward
Wirker/Manufaktur:
Jean Le Bries (tätig in Fontainebleau vermutlich zwischen 1540 und 1550)
Zeit:
1540-1550
Objektbezeichnung
Tapisserie
Kultur
Fontainebleau
Material/Technik:
Kette: Wolle, Schuß: Wolle/Seide, Gold und Silber
Kettfäden pro cm: 6 bis 8
Maße:
335 cm × 634 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Inv. Nr.
Kunstkammer, T CV 1
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