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Anton Walter (1756 - 1826), Porträt
Die Blüte des Wiener Klavierbaus im ausgehenden 18. Jahrhundert steht sicherlich in Zusammenhang mit der musikalischen Entwicklung, die in der Wiener Klassik einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Urteil der Zeitgenossen war Anton Walter der bedeutendste Wiener Klavierbauer dieser Zeit. 1752 in Neuhausen, einem Ort nahe Stuttgart, geboren, ließ er sich um 1775 in Wien nieder. Ab 1778 bis zu seinem Tod hatte er seine Werkstätte in der Nähe des heutigen Theaters an der Wien. Erst vor kurzer Zeit wurde bekannt, dass sich Walter auch intensiv der Landwirtschaft widmete: 1792 erwarb er einen Hof in der Nähe der niederösterreichischen Ortschaft Miesenbach, wo er jeden Sommer einige Monate zubrachte. Auf dem noch heute bestehenden so genannten Gauermannhof beschäftigte sich Walter in der Folge mit der Zucht von Obstbäumen. Infolge der französischen Revolution bemühten sich die offiziellen Stellen in Österreich, aufrührerisches Gedankengut radikal zu unterdrücken. Da Walter in den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts mit Personen in Kontakt stand, die verdächtig waren, wurde auch er 1794/95 in die so genannten Jacobiner-Prozesse verwickelt. Anton Walter hatte zwei Stiefsöhne, Donat und Joseph Schöfstoß, die ebenfalls Klavierbauer wurden und zunächst mit Walter zusammen, später jedoch selbstständig arbeiteten. Walters Stieftochter Rosina Katharina heiratete 1803 den Maler Jakob Friedrich Gauermann, den Vater des Urhebers dieses Porträts. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.

Die Blüte des Wiener Klavierbaus im ausgehenden 18. Jahrhundert steht sicherlich in Zusammenhang mit der musikalischen Entwicklung, die in der Wiener Klassik einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Urteil der Zeitgenossen war Anton Walter der bedeutendste Wiener Klavierbauer dieser Zeit. 1752 in Neuhausen, einem Ort nahe Stuttgart, geboren, ließ er sich um 1775 in Wien nieder. Ab 1778 bis zu seinem Tod hatte er seine Werkstätte in der Nähe des heutigen Theaters an der Wien. Erst vor kurzer Zeit wurde bekannt, dass sich Walter auch intensiv der Landwirtschaft widmete: 1792 erwarb er einen Hof in der Nähe der niederösterreichischen Ortschaft Miesenbach, wo er jeden Sommer einige Monate zubrachte. Auf dem noch heute bestehenden so genannten Gauermannhof beschäftigte sich Walter in der Folge mit der Zucht von Obstbäumen. Infolge der französischen Revolution bemühten sich die offiziellen Stellen in Österreich, aufrührerisches Gedankengut radikal zu unterdrücken. Da Walter in den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts mit Personen in Kontakt stand, die verdächtig waren, wurde auch er 1794/95 in die so genannten Jacobiner-Prozesse verwickelt. Anton Walter hatte zwei Stiefsöhne, Donat und Joseph Schöfstoß, die ebenfalls Klavierbauer wurden und zunächst mit Walter zusammen, später jedoch selbstständig arbeiteten. Walters Stieftochter Rosina Katharina heiratete 1803 den Maler Jakob Friedrich Gauermann, den Vater des Urhebers dieses Porträts. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.
Künstler/in:
Friedrich August Mathias Gauermann (1807 Miesenbach bei Wiener Neustadt - 1862 Wien)
Abbildung/Person:
Anton Walter (1752 Neuhausen auf den Fildern - 1826 Wien) DNBarrow_outward
Zeit:
1825
Objektbezeichnung
Gemälde
Kultur
Österreich
Material/Technik:
Öl auf Leinwand
Maße:
690 × 620 × 55 mm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Sammlung alter Musikinstrumente
Inv. Nr.
Sammlung alter Musikinstrumente, 501
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