Wider die Vergänglichkeit
Führung mit Daniel Uchtmann | In deutscher Sprache
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Kleiner Blumenstrauß, Jan Brueghel d. Ä., nach 1599, wahrscheinlich um 1607
Der „Kleine Blumenstrauß“ gehört zu den qualitätvollsten Blumenbildern überhaupt. Die von Blautönen dominierte Komposition ist von ausgeklügelter Raffinesse. Auf die Vergänglichkeit alles Irdischen deuten das entwurzelte Zyklamenstöckchen sowie Münzen, Schmuck und Ringe hin. Die Jahreszahl 1599 auf einer der Münzen datiert nicht das Bild, sondern ist nur ein terminus post quem.
Titel:
Kleiner Blumenstrauß
Künstler/in:
Jan Brueghel d. Ä. (1568 Brüssel - 1625 Antwerpen)
Zeit:
nach 1599, wahrscheinlich um 1607
Infos zur Führung
Frühlings- und Blumenbilder bilden einen Kontrast zu Darstellungen des Winters, des Todes oder der Vergänglichkeit. Während Blumen und der Frühling meist für Neubeginn, Schönheit und Jugend stehen, nutzen Künstler sie oft, um auf die Flüchtigkeit des Lebens (Vanitas) hinzuweisen – und gleichzeitig durch die Malerei eine Form der Ewigkeit zu schaffen. Blumen in der Kunst, insbesondere im Barock, sind selten nur Dekoration. Sie sind Symbole für die kurze Dauer der Schönheit. Die Führung zeigt, wie Künstler den Frühling malen, um den Tod zu überwinden oder ihn zu reflektieren.
Bei dieser Führung wird die Ausstellung "Gemäldegalerie" besucht.
Treffpunkt
Eingangshalle des Kunsthistorischen Museums
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Wichtiges zum Besuch
Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Kunsthistorischen Museum!
