Mittagszyklen
Wem es möglich ist, der kann diesen kurzen Betrachtungen über einen Monat hinweg wöchentlich folgen, denn sie stehen unter einem Motto. Auch ein einzelner Besuch – vielleicht in Ihrer Mittagspause – lohnt sich.
Zyklus: Farben und ihre Bedeutung
Bei den Alten Meistern hatten Farben eine große symbolische und emotionale Bedeutung, die über die reine Darstellung hinausging. Bestimmte Farbtöne standen für religiöse Inhalte, Macht oder Tugenden, etwa Blau für das Göttliche oder Rot für Leidenschaft und Opfer. Gleichzeitig entwickelten Maler durch aufwendige Pigmente und Lasurtechniken eine besondere Tiefenwirkung und Leuchtkraft, die ihre Werke bis heute prägt.
Zyklus: Kunst-Epochen
Die Mittagsführungen im Kunsthistorischen Museum laden zu einem kompakten Streifzug durch die großen Kunstepochen ein. Beginnend mit dem Alten Ägypten führt der Zyklus über die Kunst der Griechen und Römer hin zum Mittelalter. Früh- und Hochrenaissance sowie der Manierismus zeigen, wie sich das Menschenbild und die Darstellung von Raum und Emotion wandeln. Barock, Spätbarock, Rokoko und Klassizismus verdeutlichen eindrucksvoll den Wechsel zwischen Prachtentfaltung und klassischer Strenge. Den Abschluss bildet der Historismus, in dem auch die Architektur des KHM selbst als Kunstzeugnis ihrer Zeit in den Blick genommen wird.
Zyklus: Der Stoff, aus dem die Träume sind.
Erfrischen Sie sich in der angenehm kühlen Kunstkammer.
Die Mittagsführungen in der Kunstkammer des KHM widmen sich den vielfältigen Kunstmaterialien und ihren besonderen Eigenschaften. Ausgehend von Bronze und Wachs werden Techniken und Wirkung plastischer Gestaltung erlebbar gemacht. Kostbarkeiten aus Gold und Silber zeigen die hohe Kunst der Goldschmiede und die Faszination des Glanzes. Werke aus Holz, Nuss und Marmor verdeutlichen, wie stark Materialwahl Form, Oberfläche und Ausdruck prägt. Feinste Elfenbeinarbeiten und meisterhafte Steinschnitte beschließen den Zyklus und machen die Kunstkammer als Schatzkammer der Materialien erfahrbar.