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Harnischgarnitur: Reiterharnisch (Küriss) für Feld und Turnier

1526, Besitzer: Kaiser Ferdinand I. Sohn des Philipp von Habsburg Österreich

 

 

Reiterharnisch (Küriss) für Feld und Turnier

Bei diesem prunkvollen Ensemble von Reiter- und Rossharnisch handelt es sich um eine Garnitur, deren Elemente in Stil und Verzierung aufeinander abgestimmt sind. Die Teile sind eng geriefelt und haben vertiefte Ränder, die in Feuervergoldung auf gebläutem Grund mit Ranken, Trophäen, Fabeltieren und Figuren verziert sind. Außen sind die Ränder mit einem kräftigen Schnurbörtel versehen. Am Rossharnisch finden sich zudem getriebene Verzierungen. Auf der Rossstirn ist der doppelschwänzige Löwe zu sehen; die Streifbuckel sind als Löwenköpfe gestaltet, die Schweifhalterung als Drachenkopf. Die Garnitur befand sich ehemals auf Schloss Ambras bei Innsbruck, wo der Reiterharnisch in der "Heldenrüstkammer" den Platz König Ruprechts I. (1352-1410) einnahm. Über das sog. Thun'sche Skizzenbuch (Prag, Kunstgewerbemuseum), gelang die Zuschreibung an Kaiser Ferdinand I. und den Plattner Kolman Helmschmid. Die Garnitur dürfte 1526 aus Anlass von Ferdinands Krönung zum König von Böhmen entstanden sein; das böhmische Wappentier, der doppelschwänzige Löwe, ist auf der Rossstirn zu sehen.

Derzeit ausgestellt: Neue Burg, Saal III

Objektdaten

Objektbezeichnung

Harnischgarnitur

Kultur

Augsburg

Datierung

1526

Künstler/in

Kolman Helmschmid , (Plattner) (1471 - 1532 tätig in Augsburg) - GND

Material/Technik

Eisen, geschmiedet, getrieben. Dekor: Eisen, teils gebläut, teils feuervergoldet (Goldschmelz). Leder (teils modern). Nietkappen, Rosetten: Messing. Schnallen: teils Eisen, teils Messing. Unterbeinzeug: Eisen, geschmiedet, getrieben, teils gebläut (modern).

Stempel / Zeichen

Kolman Helmschmid

Bildrecht

Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer

Inv. Nr.

Hofjagd- und Rüstkammer, A 349

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