Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Der Mantel des österreichischen Kaisers
1830 | Philipp von Stubenrauch
Der Schleppmantel aus rotem Samt ist mit einem aus Goldfäden gestickten Streumuster übersät. Es besteht aus Doppeladlern, die Schwert und Reichsapfel in den Fängen halten und die Rudolfskrone am Haupte tragen. Auf der Brust zeigen die Adler den österreichischen Bindenschild in Rot-Weiß-Rot. Eine breite Bordüre aus Eichenlaubzweigen, Eicheln und Lorbeerblättern mit Früchten umrandet den Mantel, dessen Saum mit einem heute vergilbten, ehemals jedoch weißen, mit Sträußchen aus Eichenlaub und Lorbeerzweigen bestickten Samtstreifen verbrämt ist. Zu schließen ist der Mantel mit Hilfe von gedrehten Goldschnüren. Die Fütterung des Saumes mit Hermelin ist nicht erhalten. Als der Sohn von Franz I. (1768-1835), Ferdinand I. (1793-1875), 1830 zum "jüngeren" König von Ungarn gekrönt werden sollte, benötigte der österreichische Kaiser einen entsprechenden Ornat. Da es ja erst seit 1804 einen österreichischen Kaiser gab, musste ein Ornat jedoch erst entworfen werden. Bezeichnenderweise wurde daher der Hoftheaterkostümdirektor Philipp von Stubenrauch beauftragt, Entwürfe zu liefern. Drei von Stubenrauch signierte Blätter mit Entwürfen zu einem Ornat des Kaisers von Österreich sind erhalten geblieben (Inv.-Nrn. SK_WS_XVI_B_40 bis 42). Auf dem zweiten Blatt ist der linke von zwei nebeneinander stehenden Entwürfen mit einem Kreuz bezeichnet, was auf die Entscheidung des Kaisers für diesen dann auch ausgeführten Mantel hinweist. In dem berühmten Porträt Friedrich von Amerlings (Inv.-Nr. GG_8618) trägt Kaiser Franz I. den Mantel zusammen mit der Rudolfskrone (Inv.-Nr. SK_WS_XIa_1).


Der Schleppmantel aus rotem Samt ist mit einem aus Goldfäden gestickten Streumuster übersät. Es besteht aus Doppeladlern, die Schwert und Reichsapfel in den Fängen halten und die Rudolfskrone am Haupte tragen. Auf der Brust zeigen die Adler den österreichischen Bindenschild in Rot-Weiß-Rot. Eine breite Bordüre aus Eichenlaubzweigen, Eicheln und Lorbeerblättern mit Früchten umrandet den Mantel, dessen Saum mit einem heute vergilbten, ehemals jedoch weißen, mit Sträußchen aus Eichenlaub und Lorbeerzweigen bestickten Samtstreifen verbrämt ist. Zu schließen ist der Mantel mit Hilfe von gedrehten Goldschnüren. Die Fütterung des Saumes mit Hermelin ist nicht erhalten. Als der Sohn von Franz I. (1768-1835), Ferdinand I. (1793-1875), 1830 zum "jüngeren" König von Ungarn gekrönt werden sollte, benötigte der österreichische Kaiser einen entsprechenden Ornat. Da es ja erst seit 1804 einen österreichischen Kaiser gab, musste ein Ornat jedoch erst entworfen werden. Bezeichnenderweise wurde daher der Hoftheaterkostümdirektor Philipp von Stubenrauch beauftragt, Entwürfe zu liefern. Drei von Stubenrauch signierte Blätter mit Entwürfen zu einem Ornat des Kaisers von Österreich sind erhalten geblieben (Inv.-Nrn. SK_WS_XVI_B_40 bis 42). Auf dem zweiten Blatt ist der linke von zwei nebeneinander stehenden Entwürfen mit einem Kreuz bezeichnet, was auf die Entscheidung des Kaisers für diesen dann auch ausgeführten Mantel hinweist. In dem berühmten Porträt Friedrich von Amerlings (Inv.-Nr. GG_8618) trägt Kaiser Franz I. den Mantel zusammen mit der Rudolfskrone (Inv.-Nr. SK_WS_XIa_1).
Entwurf:
Philipp von Stubenrauch , (Hoftheaterkostümdirektor) (1784 - 1848) DNBarrow_outward
Künstler/in:
Johann Fritz , (bürgerl. Goldstickereimeister, Ausführung) (19. Jh.) DNBarrow_outward
Zeit:
1830
Objektbezeichnung
Textil
Kultur
Wien
Material/Technik:
Textil; Roter und weißer Samt, Goldstickerei in Sprengtechnik, Pailetten, Hermelin, weiße Seide
Maße:
L. 276 cm
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Weltliche Schatzkammer
Inv. Nr.
Schatzkammer, WS XIV 117
Weiterstöbern
Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten

Riefelharnisch, Riefelküriss: Fluted field armour Johann Friedrich I. (1532-1547), Kurfürst von Sachsen datiert 1530

Leopold V. (1619-1632), Erzherzog und Graf von Tirol, Bischof von Passau und Straßburg 1628

Hans Becher d. Ä. Plattnerarbeiten spätes 16. Jahrhundert, Ätzung datiert 1618, tlw. Ergänzungen

Langes Faustrohr mit Radschloss; Radschlosspistole (mit Ladestock) J. Löwy, K. und K. Hof-Photograph, Kunst- und Verlagsanstalt (Wien) 1892

Goldplatte mit der Darstellung der Schlacht bei Nördlingen 1634 Hans Georg Bramer 1640

Halber Fußknechtharnisch; Feldküriss J. Löwy, K. und K. Hof-Photograph, Kunst- und Verlagsanstalt (Wien) 1892

Johann Friedrich I. (1532-1547), Kurfürst von Sachsen datiert 1530

Tischuhr, sog. Tödlein-Uhr Christoph Angermair 1626-1630, 1624 datiert (Elfenbein)











