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Hyazinth "La Bella"
frühes 15. Jahrhundert (Fassung des Steines); 1687
Eine Inschrift auf der rückwärtigen Abdeckplatte des 416 Karat schweren Steines berichtet, dass Kaiser Leopold I. (1640-1705) das "VNschatzbare Kleynodt so HIACENT LABELLA genandt" im Jahr 1687 von einer ungarischen Adelsfamilie erwarb. Aus diesem Anlass wurde einer bereits vorhandenen, unmittelbar am Stein anliegenden Fassung des frühen 15. Jahrhunderts, bestehend aus goldenen, mit weißem Email überzogenen Zweigen, ein ebenfalls reich emaillierter Doppeladler mit kaiserlicher Krone hinzugefügt, der in den Fängen ein Schwert mit dem ungarischen Wappen bzw. ein Szepter mit dem Wappen Böhmens hält. Bei diesem Erwerb handelte es sich eigentlich um einen Rückkauf, denn der Edelstein lässt sich bereits 1619 im Nachlassinventar des Kaisers Matthias nachweisen und war zwischenzeitlich aus heute unbekannten Gründen dem kaiserlichen Schatz entfremdet worden. Die neu gestaltete Fassung sollte wohl den mit dieser Tradition verknüpften Stellenwert des Kleinods im Verband der habsburgisch-kaiserlichen Schatzkammer zum Ausdruck bringen. Die den ideellen wie materiellen Wert des Steines unterstreichende, aufwändige Fassung machte diesen zu einem besonderen Schauobjekt für die Schatzkammer. Dabei standen die außergewöhnliche Größe und Schönheit derartiger Juwelen im Mittelpunkt des Interesses. Dies illustrieren auch einige weitere im Bestand der Weltlichen Schatzkammer erhaltene Stücke, so etwa ein großer, tropfenförmiger Haaramethyst aus dem Besitz Kaiser Leopolds I. (Inv.-Nr. SK_WS_XIa_53), ein Milchopal, der bereits im Inventar Kaiser Rudolfs II. 1607/11 verzeichnet ist (Inv.-Nr. KK_1825), oder ein reich facettierter Aquamarin von 492 Karat (Inv.-Nr. KK_1911); er erhielt in der Zeit um 1800 eine zarte Goldfassung, die es erlaubt, den Stein zu schwenken.


Eine Inschrift auf der rückwärtigen Abdeckplatte des 416 Karat schweren Steines berichtet, dass Kaiser Leopold I. (1640-1705) das "VNschatzbare Kleynodt so HIACENT LABELLA genandt" im Jahr 1687 von einer ungarischen Adelsfamilie erwarb. Aus diesem Anlass wurde einer bereits vorhandenen, unmittelbar am Stein anliegenden Fassung des frühen 15. Jahrhunderts, bestehend aus goldenen, mit weißem Email überzogenen Zweigen, ein ebenfalls reich emaillierter Doppeladler mit kaiserlicher Krone hinzugefügt, der in den Fängen ein Schwert mit dem ungarischen Wappen bzw. ein Szepter mit dem Wappen Böhmens hält. Bei diesem Erwerb handelte es sich eigentlich um einen Rückkauf, denn der Edelstein lässt sich bereits 1619 im Nachlassinventar des Kaisers Matthias nachweisen und war zwischenzeitlich aus heute unbekannten Gründen dem kaiserlichen Schatz entfremdet worden. Die neu gestaltete Fassung sollte wohl den mit dieser Tradition verknüpften Stellenwert des Kleinods im Verband der habsburgisch-kaiserlichen Schatzkammer zum Ausdruck bringen. Die den ideellen wie materiellen Wert des Steines unterstreichende, aufwändige Fassung machte diesen zu einem besonderen Schauobjekt für die Schatzkammer. Dabei standen die außergewöhnliche Größe und Schönheit derartiger Juwelen im Mittelpunkt des Interesses. Dies illustrieren auch einige weitere im Bestand der Weltlichen Schatzkammer erhaltene Stücke, so etwa ein großer, tropfenförmiger Haaramethyst aus dem Besitz Kaiser Leopolds I. (Inv.-Nr. SK_WS_XIa_53), ein Milchopal, der bereits im Inventar Kaiser Rudolfs II. 1607/11 verzeichnet ist (Inv.-Nr. KK_1825), oder ein reich facettierter Aquamarin von 492 Karat (Inv.-Nr. KK_1911); er erhielt in der Zeit um 1800 eine zarte Goldfassung, die es erlaubt, den Stein zu schwenken.
Zeit:
frühes 15. Jahrhundert (Fassung des Steines); 1687
Objektbezeichnung
Juwel
Kultur
Frankreich (?) (Fassung d. Steines) und Wien
Material/Technik:
Granat bzw. Almandin, Fassung: Gold, Silber, vergoldet, Email
Maße:
H. 6,8 cm, B. 3,9 cm
Fassung: H. 19,9 cm, B. 15,8
Beschriftung
"Hiacent - La Bella"; "ANNO 1687 Hat Leopoldus der Erste Romischer Kayser dieses VNschatzbare Kleynodt so HIACENT LABELLA genandt vnd 416 CARAT wiegt von der HVMANAYIschen FAMILIA auß Hungarn erkaufft vnd in Dero Kayserliche SchatzCamer gelegt"
Bildrecht
Kunsthistorisches Museum, Weltliche Schatzkammer
Inv. Nr.
Schatzkammer, WS XIa 51
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